10 Jahre NÖ Hospizkultur und Palliative Care

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Brigitte Riss (Vorsitzende Landesverband Hospiz NÖ), Sozial-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister und Sonja Thalinger (Geschäftsführerin Landesverband Hospiz NÖ)

Das Jubiläum „10 Jahre NÖ Hospizkultur und Palliative Care in Niederösterreich“ wurde kürzlich in St. Pölten im Rahmen einer Fachtagung gefeiert.

Niederösterreich engagiert sich vorbildlich im Projekt „Hospizkultur & Palliative Care im Pflegeheim“ (HPCPH). Ziel des HPCPH-Projektes ist es, Hospizkultur und Palliative Care im Pflegebereich gut zu verankern und nachhaltig sicherzustellen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den NÖ Pflege- und Betreuungszentren werden dafür speziell ausgebildet, die betreuten Menschen sollen Autonomie und Lebensqualität bis zuletzt erfahren. „Diese Initiative von Hospiz Österreich und Landesverband Hospiz NÖ feiert aktuell ihr zehnjähriges Bestehen und konnte sich in den letzten Jahren erfolgreich etabliert. 45 NÖ Pflegeeinrichtungen sind aktuell im Projekt, davon zwei Drittel aller NÖ Pflege- und Betreuungszentren, das sind 37 von 48 Häusern“, freut sich Sozial-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister.

In den NÖ Pflege- und Betreuungszentren (PBZ) wird integrierte palliative Betreuung in jedem Haus angeboten. In sieben NÖ Pflegezentren – in Melk, Mistelbach, Mödling, Tulln, St. Pölten, Wiener Neustadt und Horn (privater Träger) – gibt es außerdem ein stationäres Hospiz. „Im Bereich der Landeseinrichtungen stehen insgesamt 139 Hospiz- und Intensivpflegeplätze zur Verfügung“, so die Landesrätin. „Unser Ziel ist es, jedem Menschen, unabhängig von der zugrundeliegenden Erkrankung, der persönlichen Lebenssituation oder vom Versorgungsort, eine qualitativ hochwertige Hospiz- und Palliative Care-Versorgung zur Verfügung zu stellen und Würde und Lebensqualität bis zuletzt zu ermöglichen.“

Niederösterreich verfüge über ein umfassendes Gesamtkonzept im mobilen und im stationären Bereich, das eine gleichwertige, flächendeckende, abgestufte Hospiz- und Palliative Care-Versorgung in ganz Niederösterreich zum Inhalt hat: „Die Förderung von Hospizbegleitung und Palliative Care als Angebot für von Sterben, Tod und Trauer Betroffene ist ein zentrales Anliegen des Landes Niederösterreich“, sagt Teschl-Hofmeister.

Eigene Angebote für Kinder und Jugendliche

Darüber hinaus wird mit eigenen Angeboten auch den besonderen Bedürfnissen von Kindern und Jugendlichen entsprochen. Zu nennen sind hier die vier Mobilen Kinderpalliativteams („KI-JU-PALL“- Teams), ein Hospizteam für Kinder- und Jugendliche (an den Standorten Melk und Mödling) und vier Pädiatrische Palliativ- bzw. Hospizbetten für Kinder und Jugendliche.

„Insgesamt kann Niederösterreich mit einem breit aufgestellten Angebot, bestehend aus mobilen Hospizteams, mobilen Palliativteams bzw. Palliativkonsiliardiensten, den Palliativstationen in den NÖ Landeskliniken und den stationären Hospizen in den NÖ Pflegeeinrichtungen eine gute flächendeckende Versorgung anbieten. Niederösterreich ist in der Hospiz- und Palliativversorgung vorbildlich aufgestellt, diesen Standard möchten wir halten und wenn möglich weiter ausbauen“, so die Landesrätin weiter.

Foto: NLK Pfeiffer

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