EINSATZ Personensuche St. Pölten 28. Juni 2020

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Am Sonntag, den 29. Juni 2020 kurz nach 22:00 Uhr, wurden die Einsatzkräfte der Österr. Wasserrettung St. Pölten und der Freiwilligenfeuerwehr Ratzersdorf durch die Polizei zu einer Personensuche an der Traisen in St. Pölten alarmiert. Durch die starken Regenfälle in den letzten Wochen, führt die Traisen derzeit Mittelwasser. Dieser relative hohe Wasserstand zu dieser Jahreszeit, wurde für einen Mann aus St. Pölten zum Verhängnis. Als er mit dem Hund gegen 19:00 Uhr schwimmen gehen wollte, muss er vermutlich, in ein sogenannte Walze, geraten sein und konnte sich aus dieser nicht mehr selbst befreien.

Durch die Polizei St. Pölten wurde zusätzlich der Polizeihubschrauber aus Wien zu einer Personensuche angefordert. Beim Eintreffen von Wasserrettung und Feuerwehr, wurde sofort mit dem Ausleuchten der vermuteten Unfallstelle begonnen, um im Anschluss durch Wildwasserretter das Gewässer abzusuchen. In der Zwischenzeit wurde durch den Polizeihubschrauber das Ufer aus der Luft abgesucht. Nach kurzer Zeit, konnte durch den Polizeihubschrauber eine Wärmequelle entdeckt werden. Nach Kontrolle durch die Einsatzkräfte der Österr. Wasserrettung, konnte die vermisste Personen gegen 22:40 Uhr leblos im Wasser geborgen werden.

Unser Mitgefühl gilt den Angehörigen, so der Einsatzleiter.

In diesem Zusammenhang, möchte die Österr. Wasserrettung – Landesverband NÖ, einmal mehr auf die Gefahren im freien Gewässer sowie die Gefahren beim Schwimmen hinweisen. Durch die Regenfälle in den letzten Wochen, sind viele Flüsse in NÖ auf einem hohen Wasserstand. Strömungen und natürliche Walzen, können somit zu großen Gefahren für Schwimmer werden. Auch durch die Pandemie im Frühjahr, konnten viele Kinder keine Schwimmkurse durchführen bzw. fehlt ihnen derzeit die Übung. Dies birgt eine zusätzliche Gefahr im Umgang mit dem nassen Element. Jetzt, wo in Kürze die Ferienbeginnen, möchten wir auch einmal mehr an die Aufsichtspflicht der Eltern erinnern. Es ist unverantwortliche, Kinder unbeaufsichtigt am Wasser spielen zu lassen.

Foto: zVg