70. NÖ Almwandertag führte 3.000 Besucher auf die Ober Burgstallweide in St. Oswald

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NÖ Alm- und Weidewirtschaftsverein-Obmann Josef Mayerhofer, Mitglied des Europäischen Parlaments Alexander Bernhuber, Landwirtschaftskammer NÖ-Präsident Johannes Schmuckenschlager, Bundesministerin a.D. Elisabeth Köstinger, Bauernbund Ö-Präsident Georg Strasser, LH-Stv. Stephan Pernkopf, Bauernbund NÖ-Direktorin Klaudia Tanner, Volkskultur NÖ-Geschäftsführerin Dorli Draxler und Obmann der Ober Burgstallweide Alois Zeitlhofer

Rund 3.000 Besucher nahmen zu Mariä Himmelfahrt am 70. Niederösterreichischen Almwandertag teil. Dieses Jahr bildete die Ober Burgstallweide in St. Oswald die perfekte Kulisse. Für Landwirtschaftskammer NÖ-Präsident Johannes Schmuckenschlager und NÖ Alm- und Weidewirtschaftsobmann Josef Mayerhofer ist der Almwandertag eine wichtige Veranstaltung, um auf die vielen Mehrwerte der Almund Weidewirtschaft hinzuweisen: „Unsere Almen und Weiden sind ein wertvoller Teil unserer Kulturlandschaft. Ihre Vielfältigkeit sind Produktionsgrundlage für wertvolle Lebensmittel, bieten Lebensraum für Tiere und Pflanzen und schützen durch die Bewirtschaftung die Menschen in den umliegenden Siedlungsräumen.“

Obmann der NÖ Milchgenossenschaft Leopold Gruber-Doberer, Milchprinzessin Magdalena Payrleitner und Landwirtschaftskammer NÖ-Präsident Johannes Schmuckenschlager

Die Alm- und Weidewirtschaft mit ihren zahlreichen Aufgaben und Funktionen ist fester Bestandteil einer flächendeckenden Landwirtschaft. Mit 111 Almen und Gemeinschaftsweiden, 880 auftreibenden Betrieben sowie 6.700 Rindern ist die Alm- und Weidewirtschaft für Niederösterreich zentraler Zukunftsfaktor für Produktion und Tourismus.Die Almbewirtschafter verbinden in ihrer täglichen Arbeit Tradition, Brauchtum und Moderne und schaffen dadurch zusätzlich ein Paradies für Erholungssuchende und Naturliebhaber. „Die Almen und Weiden sind gelebte Berglandwirtschaft in Niederösterreich: In ihrem heutigen Erscheinungsbild sind sie über Jahrtausende, durch landwirtschaftliche Nutzung, geprägte Kulturlandschaften. Unsere Bäuerinnen und Bauern bewirtschaften ihre Almen mit viel Engagement und Idealismus. Damit das so bleibt, müssen wir nicht nur die Herausforderungen rund um den Klimawandel gemeinsam anpacken, sondern auch die gesellschaftliche Wertschätzung des Produktionsstandorts Alm sicherstellen. Nicht zuletzt sind Maßnahmen in der kommenden europäischen GAP-Periode notwendig, um eine flächendeckende Bewirtschaftung garantieren zu können“, so Johannes Schmuckenschlager, Präsident der Landwirtschaftskammer Niederösterreich.

LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf: „Unsere Almen sind unverzichtbare Erholungsräume, wertvolle Ökosysteme und wichtige Wirtschaftsfaktoren gleichermaßen. Das soll auch so bleiben. Denn was auch stimmt: Unsere Almen sind kein Freilichtmuseum. Sie sind Arbeitsplatz der Bäuerinnen und Bauern und Lebensraum für Tiere. Hier werden die besten Lebensmittel produziert. Hier wird hart gearbeitet. Unserer Gesellschaft ist diese Tatsache offensichtlich immer weniger bewusst. Deshalb großes Danke an die Bäuerinnen und Bauern, die hier großartige Arbeit leisten.“

„Die vielfältigen Funktionen einer gelebten Alm- und Weidewirtschaft sind bekannt, wenn auch nicht jedermann bewusst. Es sind die heimischen Alm- und Weidebewirtschafter, die eine wertvolle Arbeit für unser aller Lebensraum leisten. Damit das so bleibt, braucht es Stabilität in unserer Polit-Landschaft und ein klares Bekenntnis zur grünlandbasierten Rinderhaltung. Dieses Bekenntnis werden wir im Rahmen der GAP- und Regierungsverhandlungen konsequent einfordern. Denn die meist familiär geführten Betriebe und die Hofübernehmer machen ihre Arbeit gerne, brauchen aber Perspektiven für die Zukunft“, will sich Bauernbund-Präsident Georg Strasser für die Alm- und Weidebauern einsetzen. „Mit dem Almwandertag wollen wir die Menschen auf die vielfältigen Leistungen der Alm- und Weidewirtschaft aufmerksam machen. Uns ist es wichtig, dass die Gesellschaft unsere Almen und Weiden nicht nur als attraktives Ausflugsziel wahrnimmt, sondern diese auch als Produktionsstandort respektiert und den enormen Arbeitseinsatz der Bäuerinnen und Bauern anerkennt. Die Herausforderungen, bedingt durch den Klimawandel, wie Trockenheit und Wasser- und Futtermangel enorm gestiegen. Diese gilt es gemeinschaftlich anzugehen“, erklärt Josef Mayerhofer, Obmann des NÖ Alm- und Weidewirtschaftsvereins.

Fotocredit: LKNÖ/Franz Gleiß

Feierliche Almmesse mit 3.000 Besuchern