Aktionstag „Schule trifft Bauernhof“

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nstitutsleiterin Isabella Benischek, Landwirtschaftskammer-Vi- zepräsidentin Theresia Meier, Präsidentin der Bäuerinnen Niederösterreich Irene Neumann- Hartberger und Student Hubert Marchart.

Unter dem Motto „Erlebtes ist Erlerntes, das bleibt“ informierten Bäuerinnen und Bauern am Aktionstag an der Kirchlich Pädagogischen Hochschule – Campus Krems-Mitterau erstmals angehende Lehrerinnen und Lehrer über die agrarpä- dagogischen Angebote für Schulen in Niederösterreich. Highlight war dabei der Start der Umfrage zum Thema „Ernährungs- und Konsumbildung“ der Bäuerin- nen.

Die bundesweiten Aktionstage der Bäuerinnen an Pädagogischen Hochschulen finden heuer zum ersten Mal statt. Ziel ist es, den Studentinnen und Studenten an Österreichs Pädagogi- schen Hochschulen die Angebotsvielfalt der agrarpädagogischen Programme rund um Land- wirtschaft und Ernährung zu präsentieren. Angebote der Initiative „Erlebnis Bauernhof“ wie

„Schule am Bauernhof“, „Landwirtschaft in der Schule“ und die „Agrar- und Waldwerkstätten“ bringen hautnahen, spannenden Praxisunterricht in den Schulalltag und wurden vor Ort prä- sentiert. Außerdem hatten die Studentinnen und Studenten die Möglichkeit weitere Initiativen wie das „EU-Schulprogramm/Milch“, die Schulaktionstage der Bäuerinnen, die „Ur-Gut“ Ange- bote der Seminarbäuerinnen sowie die Weiterbildungsangebote für Pädagoginnen und Päda- gogen der Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik kennenzulernen.

Landwirtschaft zum Anfassen in Schulen bringen
Erlebnis Bauernhof ermöglicht Kindern und Jugendlichen sich selbst ein realistisches Bild von der Landwirtschaft zu verschaffen. Ziel ist es, Kinder und Jugendliche auf ihre Rolle als um- weltbewusste Konsumentinnen und Konsumenten von morgen vorzubereiten. „Die künftigen Lehrerinnen und Lehrer sollen das gesamte agrarpädagogische Angebot kennenlernen und in weiterer Folge dann mit in ihre Schulpraxis nehmen.“, so Institutsleiterin Isabella Benischek von der KPH Krems. Sowohl in der Werbung als auch in vielen Schulbüchern wird den Kindern häufig ein romantisches Bild vom Leben auf dem Bauernhof vermittelt. Es werden Sehnsüchte geweckt, die mit der Realität oft gar nicht zusammenpassen – das Unverständnis ist damit vorprogrammiert. Hier will Erlebnis Bauernhof gegensteuern und Transparenz sowie Ver- trauen in heimische Lebensmittel aufbauen und verstärken.

Visualisierung von Kreisläufen der Lebensmittelherstellung
Erlebnis Bauernhof zeigt natürliche Kreisläufe auf und vernetzt Alltagskompetenzen aus den Bereich Ernährung, Biologie und Wirtschaft miteinander. Hier werden Lebensmittel vom Bau- ernhof über die Verarbeitung bis hin ins Regal und der Zubereitung in der Küche verfolgt.

„Zertifizierte Bäuerinnen und Bauern bringen Kindern und Jugendlichen auf eine erlebnisori- entiere Art und Weise Wissen rund um ihre tägliche Arbeit aus erster Hand näher. Sie lernen wie gut Qualität aus Österreich schmeckt und wieviel Arbeit notwendig ist, um aus Rohstoffen wertvolle Lebensmittel herzustellen.“, erklärt Landwirtschaftskammer-Vizepräsidentin The- resia Meier und freut sich über das große Interesse in den Pädagogischen Hochschulen an der Wissensvermittlung zu Themen der Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion. 2018 nah- men über 30.000 Kinder und Jugendliche an Programmen der Initiative „Erlebnis Bauernhof“ teil.

Online-Umfrage zur Ernährungs- und Konsumbildung in Schulen
Mit dem Aktionstag an der KPH – Campus Krems-Mitterau startet auch die Umfrage zum Thema Ernährungs- und Konsumbildung der Bäuerinnen. Dabei wird die Bedeutung und die Zuständigkeit der Ernährungs- und Konsumbildung, aus Sicht von Konsumentinnen und Kon- sumenten, Eltern, Pädagogen und angehenden Lehrkräften erhoben. „Mit dieser Umfrage set- zen die Bäuerinnen einen weiteren wichtigen Meilenstein in Richtung der Verankerung des Ernährungsunterrichtes in den Lehrplänen.“ so Präsidentin der Bäuerinnen Niederösterreich Irene Neumann-Hartberger. Die Umfrage wird bis Mai 2020 laufen.

Foto: LK NÖ/Erich Marschik

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