179.000 NÖ SchülerInnen starten in die Semesterferien

Johann Heuras (amtsführender Präsident des Landesschulrates für Niederösterreich) und Bildungs-Landesrätin Barbara Schwarz

Rund 179.000 SchülerInnen Niederösterreichs erhalten am heutigen Tage ihre Schulnachrichten und starten nun in die Semesterferien.

Bildungs-Landesrätin Barbara Schwarz und der amtsführende Präsident des Landesschulrates für Niederösterreich Mag. Johann Heuras gratulieren zum absolvierten Wintersemester und betonen die Sichtweise als Zwischenbilanz auf die Schulnachricht: „Das eine oder andere Kind ist möglicherweise nicht so zufrieden, weil es in seiner Schulnachricht eine verbesserungswürdige Beurteilung vorfindet. Wir erinnern aber in diesem Zusammenhang daran, dass das Semesterzeugnis in der Pflichtschule nur eine Zwischenbilanz darstellt, mit deren Hilfe ein Kind und seine Eltern beurteilen können, ob in manchen Fächern Aufholbedarf besteht und ob Lern- und Arbeitsstrategien neu ausgerichtet werden müssen. Unsere NÖ Pädagoginnen und Pädagogen sind stets darum bemüht, die Potenziale jedes Kindes zu fördern und somit das Beste aus ihnen herauszuholen. Sie werden den Kindern auch im Sommer-Semester verlässlich zur Seite stehen, um gemeinsam vorhandene Schwächen auszubessern.“

„Für unsere rund 16.700 Erstklässler ist die erste Beurteilung eine Besonderheit“, ergänzt Schwarz. Mit dem Ende des aktuellen Semesters werden sich aber auch viele Kinder und Jugendliche mit dem vorläufigen Zeugnis für ihren bevorstehenden Schulwechsel anmelden. Schwarz und Heuras sind sich einig: „Es gibt keine richtigen und falschen Ausbildungen. Niederösterreichs Bildungslandschaft ist sehr breit aufgestellt und es geht darum, die richtigen Entscheidungen für jedes einzelne Kind anhand individuellen Stärken und Talenten zu finden.“

Digitale Neuerung für Schulen finden Einzug – Leseinitiative mit digitalem Schwerpunkt

Derzeit werden Investitionen von rund 3,5 Mio. Euro in neue digitale Bildungs- und Verwaltungszugänge für unsere blau-gelben Schulen und Kindergärten getätigt. Für Schulen werden dabei konkrete Projekte wie neue Streaming- und Kommunikations-Plattformen und ein Leseschwerpunkt mit freiem Bücherportalzugang und einem neuen Lesezertifikat geschaffen. 1.000 Filmdateien über eine Kommunikationsplattform und ein digitales Mitteilungsheft werden zur Verfügung gestellt. Einerseits sollen so wichtigen administrative Informationen von der Schule an die Eltern digital übermitteln werden, umgekehrt können Eltern Entschuldigungen und Krankheits- oder Notfall-Infos an die Schule weitergeben. Ein Pilotversuch wird noch heuer gestartet werden.

„Unser Bildungssystem muss vorrangig Kernkompetenzen wie Rechnen, Schreiben und Lesen vermitteln. Wir müssen aber auch in der Bildung den digitalen Wandel zum Vorteil für unsere Kinder, PädagogInnen und Eltern einsetzen, denn auch digitale Technologien finden zunehmend Einzug in den Unterreicht. In Niederösterreich stehen unseren SchülerInnen rund 20.000 PCs an den Pflichtschulstandorten zur Verfügung und auch bei den interaktiven Tafelsystemen haben wir einen Anstieg von über 80 Prozent registriert. So ist die Integration neuer, moderner Technologien und Lehrmethoden für uns ein wesentlicher Bestandteil der Digitalisierungsstrategie des Landes“, informiert die Bildungs-Landesrätin.

Für Volksschulen ist eine digitaler Leseschwerpunkt geplant: Ein umfassendes Bücherportal als Plattform soll den Schulen ein zeitgemäßes Werkzeug geben, welches effektives Lesen fördert. Insgesamt sollen alle Schulen des Landes NÖ mit einem vernünftigen Internet-Zugang ausgestattet sein, in der PädagogInnen-Ausbildung werden digitale Schwerpunkte gelegt und eigene Zertifizierungen für „Lese-Schulen“ als Lernimpulse geschaffen werden.

Foto: NLK Filzwieser