7,3 Mio. Euro für die Sanierung des Krems-Donau-Kamp Hochwasserschutzdamm (Theißer Damm)

Bgm. Ing. Franz Brandl (Gedersdorf), LH-Stellvertreter Dr. Stephan Pernkopf, Wasserverbandsobmann Heinz Stummer, Bgm. Dr. Reinhard Resch (Krems)

Mit dem Spatenstich am 17. Jänner 2018 startet jetzt die Sanierung des beim Jahrhunderthochwasser 2013 an die Grenzen seiner Belastbarkeit gekommen Theißer Dammes. LH-Stellvertreter Dr. Stephan Pernkopf: „Im Hochwasserfall müssen alle zusammenhelfen, dass Hab und Gut vor der Katastrophe geschützt werden. Danke allen Einsatzkräften! Die Sanierung des Dammes um 7,3 Millionen Euro ist ein wichtiger Schritt für den Hochwasserschutz. Land, Gemeinden und der Bund helfen hier zusammen, um miteinander für mehr Sicherheit in der ganzen Region zu sorgen.“

Bürgermeister Dr. Reinhard Resch: „Die Stadt Krems ist seit jeher Vorreiter in Sachen Hochwasserschutz. Das Hochwasser 2013 hat uns deutlich gezeigt, wie wichtig die Zusammenarbeit über die Gemeindegrenzen hinaus ist. Wenn es um Schutz und Sicherheit der Menschen in der Region geht, haben Investitionen in umfassende Schutzbauten höchste Priorität. Mit den aktuellen Maßnahmen sorgen wir für einen noch besseren Hochwasserschutz.“

In der ersten Phase wird der damals am massivsten betroffene Bereich zwischen dem Kraftwerk Theiß und der Kläranlage in Krems auf einer Länge von rd. 7,8 km an den Stand der Technik angepasst. Dies wird einerseits durch eine abschnittsweise Aufhöhung von bis zu 80 cm und andererseits durch eine Verbreiterung der Dammkrone auf 3,5 m und einer entsprechenden Anpassung der Böschungsneigung erreicht. Als zusätzliche Sicherheitseinrichtung wird zur Beherrschung des Überlastfalls unmittelbar flussab des KW Theiß eine rd. 200m lange Überströmstrecke realisiert werden.

Insgesamt werden 7,3 Mio. Euro investiert, wobei hier das Land NÖ 2,2 Mio. Euro, der Bund 3,6 Mio. Euro und der Krems-Donau-Kamp HW Damm Wasserverband (Mitgliedsgemeinden sind Krems, Rohrendorf, Gedersdorf, Grafenegg und Grafenwörth) 1,5 Mio. Euro beitragen werden. Bei einem reibungslosen Verlauf der Bauarbeiten sollten diese Mitte 2019 abgeschlossen sein. Der dann noch fehlende Abschnitt wird zeitnah im Anschluss an die Arbeiten in Angriff genommen werden. Seit dem Hochwasser 2002 an Kremsfluss, Kamp und Donau wurden in den damals in der Region betroffenen Gemeinden bereits rd. 77 Mio. Euro in den Hochwasserschutz investiert.

„Seit dem Jahr 2002 wurden in Niederösterreich 936 Millionen Euro in den Hochwasserschutz investiert. Damit wurden bereits rund 300 Gemeinden sicherer gemacht. Sämtliche Hochwasserschutzprojekte haben sich während der letzten Hochwasserereignisse bestens bewährt und größere Schäden verhindert“, betont Pernkopf. Am weiteren Ausbauplan wird festgehalten, derzeit befinden sich 75 Projekte in Umsetzung. Die größeren Maßnahmen die derzeit in Bauphase stehen, sind unter anderem die Sanierung des Marchfeldschutzdammes sowie der Hochwasserschutz in Seitenstetten (Trefflingbach), in Lanzenkirchen (Leitha) und in der KG Altwaidhofen.

Foto: NLK FIlzwieser