Albrechtsberg steigt in die Championsleague auf

Albrechtsbergs Bürgermeister Franz Rosenkranz, e5-Programmleiterin DIin Monika Panek, Dr. Herbert Greisberger, Geschäftsführer der Energie- und Umweltagentur NÖ

Mit mehrheitlichem Gemeinderatsbeschluss hat die Gemeinde Albrechtsberg an der großen Krems den Beitritt zum e5-Programm für energieeffiziente Gemeinden beschlossen. Damit gehören sie gemeinsam mit 39 weiteren Gemeinden in Niederösterreich zur „Championsleague der energieeffizienten Städte und Gemeinden“ in Niederösterreich.

Die Gemeinden sind wichtige Partner bei der Erreichung der Energie- und Klimaziele des Landes Niederösterreich. Mit Albrechtsberg an der großen Krems sind bereits 40 Gemeinden in NÖ Teil des e5- Programms und nehmen damit eine Vorreiterfunktion ein. „Die Gemeinden brauchen Mut und Innovation. Sie gehen als e5-Gemeinden mit gutem Beispiel voran und sind somit Vorbild für viele andere Gemeinden in Niederösterreich.“, freut sich LH-Stellvertreter Dr. Stephan Pernkopf über die neue e5-Gemeinde in Niederösterreich.

„Champions League“ der energieeffizienten Gemeinden

Das e5-Landesprogramm ist die „Champions League“ der energieeffizienten Städte und Gemeinden. Ziel des Programms ist es, Maßnahmen zur Erhöhung der Energieeffizienz, die Nutzung Erneuerbarer Energien und Maßnahmen zum Klimaschutz zu setzen und deren Wirksamkeit zu evaluieren. Je nach Grad der erreichten Umsetzung erhält eine Gemeinde bis zu fünf „e“. Der Erhalt eines „e“ ist mit einer Haube in der Gastronomie vergleichbar, je mehr „e“, desto höher der Umsetzungsgrad. Die e5-Gemeinden müssen sich dafür in regelmäßigen Abständen einer externen Auditierung stellen, bei der ihre Erfolge sichtbar und mit anderen Gemeinden vergleichbar gemacht werden.

„Durch die Mustersanierung der Volksschule nach klimaaktiv Gold Standard mit einer 30 kWpeak PV-Anlage, die auch das angrenzende Gemeindezentrum versorgt, und einer Heizungsumstellung auf eine Pelletsanlage, haben wir in Albrechtsberg den Fokus auf Effizienz und Erneuerbare Energien im kommunalen Bereich gelegt. Dieser Weg wird weiterhin konsequent fortgesetzt. So wird mit August ein elektrischer Renault Kangoo für den Bauhof eingesetzt. Betankt wird das Fahrzeug mit Strom von der eigenen 20 kWpeak-Anlage am Bauhof, die auch die anschließende Kläranlage mit Strom versorgt.“, berichtet Albrechtsberg Bürgermeister Franz Rosenkranz. Und Rosenkranz weiter: „Wir haben uns ganz bewusst für den e5-Beitritt entschieden, um Albrechtsberg gemeinsam mit intensiver Unterstützung der Energie- und Umweltagentur NÖ noch besser in den relevanten Zukunftsthemen weiterzuentwickeln.“

Teilnahme am e5-Programm ist kostenlos

Die e5-Gemeinden profitieren von der kostenlosen Teilnahme am e5-Landesprogramm. Die niederösterreichischen Gemeinden dürfen den zu entrichtenden Mitgliedsbeitrag zweckgebunden für Mitgliedschaften zum Klimabündnis, zur Klima-Energie-Modellregion, Informationsveranstaltungen, Planungen für Energie- und Klimaschutzprojekte oder Weiterbildungsmaßnahmen in den Gemeinden verwenden. Ziel ist es, mit den Mitteln des Mitgliedsbeitrages konkrete Aktivitäten zu setzen.

Ausbau des e5-Programms

Die umgesetzten Maßnahmen der niederösterreichischen Gemeinden können sich international sehen lassen. Besonders hervorzuheben sind die Sanierungserfolge öffentlicher Gebäude, die Umstellung der Straßenbeleuchtungen auf LED, die Errichtung von Photovoltaikanlagen mit Bürgerbeteiligung und der Aufbau von e-Carsharing-Modellen. „Die Energie- und Umweltagentur Niederösterreich steht den Gemeinden mit ihren Expertinnen und Experten mit Rat und Tat zur Seite. Damit wird es für Gemeinden leichter, konkrete Maßnahmen zu planen und umzusetzen. Bis ins Jahr 2020 wollen wir 50 Vorreitergemeinden im e5-Programm betreuen“, so Herbert Greisberger, Geschäftsführer der Energie- und Umweltagentur NÖ.

Auskunft und Beratung zum e5-Programm und zu weiteren Möglichkeiten einer zukunftsfähigen Gemeinde-Entwicklung erhalten Interessierte beim Gemeinde-Service-Telefon der eNu unter 02742 22 14 44 oder auf www.e5-niederoesterreich.at bzw. www.enu.at

Dieses Projekt wird vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung finanziert. Nähere Informationen zu IWB/EFRE finden Sie auf www.efre.gv.at

Foto: Albrechtsberg an der Großen Krems