Bergbauernschule Hohenlehen setzt auf Erzeugung von Bio-Fleisch

HOHENLEHEN. Nicht nur der gesamte Schulbetrieb der NÖ Bergbauernschule Hohenlehen wird biologisch geführt, hier befindet sich auch das Zentrum der bäuerlichen Genossenschaft, die unter der Marke „Hohenlehen Fleisch“ hochwertiges Biofleisch herstellt.

Praxisorientierter Unterricht in der Bergbauernschule Hohenlehen: Fleischermeister Johann Schnabel, Bildungs-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister, Direktor Leo Klaffner und Schulsprecher Tobias Schnabler. Foto Copyright: Jürgen Mück

Bildungs-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister, die vor Kurzem den Ab-Hof-Laden und den Schlachtbetrieb der Fachschule Hohenlehen besuchte, erklärt: „Die Erzeugung von Biofleisch am Schulstandort Hohenlehen ist ein wichtiger Schritt in Richtung Ökologisierung der Landwirtschaft, die in den letzten Jahren ein beachtliches Wachstum verzeichnete. Da sich immer mehr Betriebe für den Bio-Einstieg entscheiden, gilt es auch die bäuerliche Jugend mit dem biologischen Landbau vertraut zu machen“

„Rund hundert Bauern aus dem Ybbstal haben sich ganz dem Wohl der Tiere verschrieben und sorgen mit einer umweltschonenden Bewirtschaftung ihrer Höfe für optimalen Fleischgenuss, der höchste Qualität garantiert“, betont Direktor Leo Klaffner, der auch Obmann der bäuerlichen Schlachtgemeinschaft ist. „Mit dem EU-zertifizierten Schlachthof stellen wir kurze Transportwege, eine fachkundige Schlachtung, Zerlegung und eine ausreichende Fleischreifung sicher. In unserem Verkaufsladen werden die Wurst- und Fleischspezialitäten jeden Donnerstag und Freitag verkauft“, so Klaffner. Landesrätin Teschl-Hofmeister zeigte sich beeindruckt von der Verbindung von Theorie und Praxis in der Bildungseinrichtung: „Unter Anleitung erfahrener Praxislehrer erzeugen die Schülerinnen und Schüler auch im Unterricht Bio-Fleisch und lernen so die fachgerechte Veredelung der bäuerlichen Produkte. Die Bio-Landwirtschaft ist mit ihrer gesamten Bandbreite in die Ausbildung integriert.“

Bereits rund 20 Prozent der landwirtschaftlichen Betriebe Österreichs sind Biobetriebe, die 22 Prozent der landwirtschaftlichen Flächen bewirtschaften. Bei den rund 23.000 Biobetrieben konnten allein im Jahr 2018 ca. 600 neue Biobetriebe begrüßt werden. Österreich ist somit das Bioland Nr. 1, gefolgt von Schweden, wo 17 Prozent der Fläche nach biologischen Kriterien bewirtschaftet werden. Aber auch bei den Kunden erfreuen sich Bio-Produkte steigender Nachfrage. 2017 wurden Bio-Lebensmittel im Gesamtwert von rund 1,7 Milliarden Euro gekauft, das entspricht einem Plus von 25 Prozent gegenüber 2014.