Ein gesunder Boden ist unsere Grundlage

Landesrat Mag. Karl Wilfing und Lorenz

Landesrat Mag. Karl Wilfing und Lorenz

„Ein gesunder und lebendiger Boden ist die Grundlage für gesunde Pflanzen. Damit werden Gifte und chemische Dünger im Garten völlig überflüssig“, so Landesrat Mag. Karl Wilfing. Der ideale Gartenboden ist feinkrümelig, locker humos und dicht mit Bodenlebewesen besiedelt. Die Pflanzenwurzeln können diesen leicht durchdringen und der Boden kann das Wasser gut halten. Auch mit der Nährstoffversorgung klappt es unter diesen Bedingungen bestens: Nährstoffe werden ständig nachgeliefert und zusätzlich ausreichend im Boden gespeichert. „Natur im Garten“ zeigt Ihnen, wie Sie die Beschaffenheit Ihres Bodens feststellen und gegebenenfalls verbessern können.

„Die sogenannte Fingerprobe gibt Ihnen einen ersten Eindruck über den Zustand des Bodens“, weiß Katja Batakovic, fachliche Leiterin von „Natur im Garten“. Greifen Sie ins feuchte Erdreich, entnehmen Sie eine Hand voll Erde und drücken Sie die Erde leicht zusammen. Wie sieht die Erde aus? Wie liegt sie auf der Hand? „Rieselt das Material durch die Finger, handelt es sich um einen sandigen Boden. Ist das Material zu einem Klumpen verklebt, liegt ein Tonboden vor. Sieht die Erde hingegen krümelig aus und bleibt locker auf der Hand liegen, so haben Sie einen fruchtbaren Lehmboden in Ihrem Garten“, zeigt Batakovic auf die Unterschiede auf. Schwere Tonböden sind nährstoffreich, erwärmen sich aber langsam und neigen zur Staunässe. Sandböden stellen das andere Extrem dar. Deren Speichervermögen für Wasser und Nährstoffe ist gering.

Formen Sie nun, wenn möglich, eine Rolle mit ca. 1–2 cm Durchmesser. Ein sandiger Boden lässt sich nicht formen, ein Tonboden hingegen besonders gut. Der Lehmboden verhält sich so, dass er zwar formbar ist, aber krümelig bleibt und nicht so gut zusammenhält wie ein Tonboden. Auch die Beschaffenheit der Oberfläche zeigt die Bodenstruktur. Reiben Sie über die geformte Rolle. Der Lehmboden fühlt sich seifig und seidig an, der Tonboden geschmeidig. Die Oberfläche des Tonbodens glänzt zudem stark.

Haben Sie einen krümeligen Lehmboden im Garten, reicht es, wenn Sie vor Saisonbeginn Beikräuter wie Quecke und Giersch entfernen. Tonböden können Sie durch das Einbringen von Quarzsand auflockern. Diese Böden dürfen ausnahmsweise mit dem Spaten umgegraben werden. Sie werden ebenfalls mit Kompost aufgebessert. Ansonsten vermeiden Sie im Naturgarten ein tieferes Umgraben, um die Bodenstruktur nicht zu durchmischen und das Bodenleben nicht zu stören. Die Lockerung des Bodens mit einer Grabgabel ist völlig ausreichend.

„Natur im Garten“ You-Tube Kanal finden Sie alle Tipps rund um den Boden zum Nachsehen:

Weitere Informationen:
„Natur im Garten“ Telefon
+43 (0)2742/74 333
gartentelefon@naturimgarten.at
www.naturimgarten.at

Foto: Herbst