Richtig reagieren, wenn Zecken zubeißen

Endlich ist er da: der Frühling. Jetzt wird im Garten gearbeitet und der nahegelegene Wald lädt zu Spaziergängen ein. Doch da lauern sie, die Zecken. Sie warten im Gras oder auf Büschen auf Menschen oder Tiere, die vorbeikommen.

Wenn eine Zecke zubeißt und nicht mehr loslässt: raus damit. Die kleinen Krabbler können die Viruserkrankung FSME sowie Borrelien übertragen. „Daher ist es wichtig, nach jedem Aufenthalt im Freien, den Körper nach Zecken abzusuchen. Entdeckt man eine Zecke, ist es am besten, die Zecke vorsichtig mit einer Pinzette oder einer speziellen Zeckenzange (diese erhalten sie in der Apotheke) zu entfernen. Wenn möglich sollte der Kopf samt Beißwerkzeugen entfernt wird“, erklärt Chefärztin Dr. Elfriede Wilfinger, Rotes Kreuz Niederösterreich. „Bleibt der Kopf drinnen, muss man gar nichts tun. Er fällt nach ein paar Tagen von selbst ab.“ Zecken zählen übrigens zu den Spinnentieren, haben acht Beine und brauchen einen Wirt von dessen Blut sich der Parasit ernährt. Bei Temperaturen unter acht Grad sind sie inaktiv und ab einer Höhe von 1.400 Metern sind sie nicht mehr heimisch.

Zeigen sich nach einem Zeckenbiss Entzündungszeichen oder bildet sich ein roter Kreis um die Bissstelle, kann das ein Symptom für eine beginnende Borreliose sein. Mit Antibiotika ist die Erkrankung gut heilbar. „Wenn sich ein roter Kreis bildet, muss man auf jeden Fall umgehend den Arzt aufsuchen“, erläutert Wilfinger. „Einen wichtigen Schutz stellt die FSME-Impfung dar. Es handelt sich dabei aber um eine vorbeugende Impfung, die nachträglich nicht hilft. Gegen Borreliose selbst gibt es keine Impfung – hier gilt vor allem: je schnell das Insekt entfernt wird, umso geringer ist das Risiko einer Übertragung, denn gerade Borrelien werden erst am Ende des Saugvorganges übertragen.“ Schutz vor Zeckenbissen bietet natürlich auch eine entsprechende Kleidung wie zum Beispiel lange Hosen, die idealerweise in die Socken gesteckt werden.

Foto: RK NÖ / L. Hürner