Rotes Kreuz: Tipps für Pollen-Allergiker

Der Frühling ist da und somit auch die Pollenzeit. Denn Sonnenschein und um die 10 Grad sind Idealbedingungen für den Pollenflug. Tropfende Nasen und tränende Augen sind dann wieder die Folge für rund eine Million Betroffene in Österreich, die unter einer Pollenallergie leiden. Neben einer medizinischen Behandlung können auch einfache Mittel helfen, die Belastung und damit die Beschwerden zu verringern.

Allergietest als erster Schritt zur Besserung

Für Betroffene ist es zuallererst wichtig zu wissen, dass und wogegen sie allergisch sind. „Wenn ein bisher gesunder Mensch plötzlich oder über einen längeren Zeitraum eine fließende oder verstopfte Nase und Niesreiz hat und seine Augen jucken und tränen, sollte er einen Arzt aufsuchen. Ein Allergietagebuch, in dem die Symptome sowie zeitliche und örtliche Faktoren festgehalten werden, kann dabei helfen, die Allergie zu identifizieren und entsprechend zu behandeln“, erklärt Dr. Elfriede Wilfinger, Chefärztin des Roten Kreuzes Niederösterreich. „Ein weiteres Merkmal ist die nasale Überempfindlichkeit gegenüber Reizen wie kalte Luft, Tabakrauch oder Düften. Beeinträchtigung der Lebensqualität, Schlafstörungen und Tagesmüdigkeit sind die Folgen.

Obwohl sich Pollenallergien in der Regel bereits im Kindesalter ausprägen, können diese auch bei Erwachsenen erstmalig auftreten. Kinder und Jugendliche, die in Raucherhaushalten leben, sind zusätzlich gefährdet. Diagnostiziert und behandelt werden Allergien in der Regel von HNO-Ärzten, Lungenärzten, Hautärzten oder Kinderärzten und Allgemeinmedizinern, die sich in Richtung Allergologie qualifiziert haben.

Pollen-Belastung reduzieren

Es grünt so grün… Bei erhöhtem Pollenflug sollten Allergiker den Weg nach draußen in betroffenen Gebieten möglichst meiden oder nach einen Regen legen. Doch selbst dann gibt es Tricks, die man beachten kann. „Eine Kopfbedeckung, z.B. breitkrempigen Hut tragen und es sollten nach einem Aufenthalt im Freien Haare und Gesicht gewaschen und die Kleider gewechselt werden“, rät Wilfinger. Zu Hause ist es hilfreich, die Fenster geschlossen zu halten oder eine Stoßlüftung zu machen oder Pollenschutzgitter anzubringen. Auch für Autos gibt es bereits Pollenfilter, die Abhilfe schaffen. Urlaube in den Bergen, in Waldgebieten oder am Meer sind für Betroffene zu empfehlen.

Über den Pollenwarndienst (www.pollenwarndienst.at) der Medizinischen Universität Wien und der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik können sich Betroffene zudem tagesaktuell informieren, wo es in Österreich eine Pollenbelastung gibt.

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