Schulschluss: Ferienbeginn für 179.000 SchülerInnen in NÖ

Bildungs-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister und Bildungsdirektor Johann Heuras mit (v.l.n.r.) Janine und Julia


St. Pölten (27.6.2018) Für fast 179.000 SchülerInnen in Niederösterreich beginnen am Freitag die Sommerferien. In einer gemeinsamen Pressekonferenz zogen heute Bildungs-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister und Bildungsdirektor Johann Heuras Bilanz über das zu Ende gehende Kindergarten- und Schuljahr 2017/18 und gaben erste Ausblicke auf die kommenden Schwerpunkte im Herbst.

Niederösterreichs Kindergärten würden sich durch eine besonders hohe Qualität in der pädagogischen Arbeit auszeichnen, so Teschl-Hofmeister: „Wir haben im aktuellen Kindergartenjahr 2017/18 in 1.055 NÖ Landeskindergärten rund 51.500 Kinder und 1.360 Kinder in 41 Privatkindergärten betreut. Seitens des Landes setzen wir bereits über den Sommer einen neuen Schwerpunkt im Bereich der Ausbildung unserer Kindergarten-PädagogInnen. Erstmals starten wir eine spezielle Sommerfortbildung für unsere 300 SonderkindergartenpädagogInnen als auch eine Fortbildung im Bereich der Sprachförderung, nach dem Heidelberger Interaktionstraining“, so Teschl-Hofmeister, die auch nochmals an den Bund appellierte, endlich Klarheit über die Verlängerung der mit Jahresende auslaufenden 15a-Vereinbarungen im Bereich der Kinderbetreuung zu schaffen.

Neuer Schwerpunkt „Naturwissenschaft und Technik“
Im Schulbereich beginnen für rund 179.000 Schülerinnen und Schüler in Niederösterreich im Anschluss an die Zeugnisverteilung die Sommerferien. Niederösterreich werde auch im kommenden Schuljahr wichtige Initiativen im Bildungsbereich setzen, so Teschl Hofmeister: „Nächstes Jahr liegt ein wesentlicher Schwerpunkt unserer Bildungspolitik in der Attraktivierung der Neuen. Wir haben uns entschieden, neben den bereits bekannten Schwerpunkten Sport und Musik, ab dem nächsten Schuljahr an den Neuen Mittelschulen mit einem neuen Schwerpunkt „Naturwissenschaft und Technik“ zu starten. Wir beginnen dabei mit jeweils einer Pilotschule pro Bildungsregion.“

Ziel der Pilotschulen sei es, bei den Kindern das natürliche Interesse an den so genannten MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) zu wecken und zu fördern, so Teschl-Hofmeister und Heuras, denn: „Zukunftsfit ist eine Schule nur dann, wenn sie SchülerInnen ausbildet, die letztendlich auch am Arbeitsmarkt gebraucht werden und für die Bedürfnisse am Arbeitsmarkt ausgebildet werden. Dazu zählen heute vor allem naturwissenschaftliche und technische Kenntnisse.“

Das Angebot der schulischen Tagesbetreuung wird derzeit von rund 18.000 SchülerInnen wahrgenommen: „Aktuell wird an 500 Schulstandorten schulische Tagesbetreuung angeboten. Die Nachfrage ist weiter steigend. Wir möchten mit dem Ausbau der schulischen Tagesbetreuung unseren Familien weiterhin die Vereinbarkeit von Familie und Beruf erleichtern”, erklärte Teschl-Hofmeister.

Johann Heuras bilanzierte über das abgelaufene Schuljahr: „Die 4. Klasse Volksschule haben heuer über 60 Prozent der insgesamt 14.820 Schülerinnen und Schüler mit der Note “Sehr gut” oder “Gut” beendet und haben somit AHS-Reife erreicht. In den Neuen Mittelschulen haben 43,5% und in den AHS sogar 49,6% mit ausgezeichnetem oder gutem Erfolg abgeschlossen. Lediglich 1,12% in der NMS und 1,65% in der AHS müssen das Schuljahr wiederholen.“

Zufrieden zeigte sich Heuras größtenteils auch mit dem Ergebnis der Zentralmatura: „Bei der AHS-Matura sind 4 der besten 10 Schulen aus Niederösterreich und auch bei der vieldiskutierten Mathematik-Matura liegt Niederösterreich über dem Österreichschnitt. Im Bereich der Berufsbildenden Höheren Schulen liegt unser Bundesland sogar in allen Fächern über dem Österreichschnitt.“

Foto: NLK Reinberger