Zwei Wochen als ehrenamtliche Helfer in der Europazentrale der Zeugen Jehovas

Am Wochenende war Öffentlichkeitsarbeit mit dem “Sprachen-Trolley” in Rüsselsheim vor den “Opel-Werken” (im Bild mit Adam Opel) angesagt

Das Ehepaar Alexandra und Franz Michael Zagler aus Stadt Haag (Bezirk Amstetten, Niederösterreich) verbrachte zwei Wochen in der Europazentrale der Zeugen Jehovas in Selters/Deutschland.

Die Europazentrale kümmert sich um alle Belange der Länder Österreich, Deutschland, Schweiz, Lichtenstein und Luxemburg. Es hat 680 Zimmer, die in den nächsten Jahren den neuesten Bestimmungen in Sachen Sicherheit, Technik und Brandschutz betrifft, angepasst werden. Jedes Jahr werden somit ca. 70 Zimmer von Grund auf renoviert. Darunter fällt auch, dass die Anzahl der Rauchmelder und der Sprinkleranlagen erhöht wird und höchster Nachdruck auf Umwelt und Sicherheit gelegt wird.

Die allermeiste Arbeit wird von ehrenamtlichen Helfern gestemmt. Viele junge Menschen nutzen so die Chance, Erfahrung am Bau zu sammeln. Manche haben es so geregelt, dass sie bis zu 6 Monaten unbezahlten Urlaub nehmen, um möglichst viel in den verschiedenen Gewerken zu lernen.

Der Aufenthalt wird den ehrenamtlichen Mitarbeitern so angenehm wie möglich gemacht. Ein Fitnesscenter, ein Fußballplatz, eine Wäscherei und eine medizinische Betreuung gehören ebenso dazu, wie eine gesunde Kost.

Franz Michael erzählt: “Beeindruckend ist für mich, wie es möglich ist, das knapp 1000 Mitarbeiter aus rund 40 Nationalitäten so zuvorkommend und harmonisch zusammenarbeiten können. Jeder Mitarbeiter lernt, achtsam mit Maschinen und Rohstoffen umzugehen. So bleibt im Bewusstsein, dass es sich um Spendengelder handelt, die hier verwaltet werden.”

Alexandra ergänzt: “Für mich war es eine schöne Abwechslung, einmal andere Arbeiten als den Haushalt machen zu können. Die verantwortlichen Gewerkeleiter haben sich viel Zeit für Schulung genommen. Toll fand ich auch, dass international gekocht wurde und dass es einen hausinternen Shop gab.”

Die Zentrale steht jederzeit für eine Besichtigung samt Führung zur Verfügung. Allein 2017 erhielten 34.000 Besucher in 35 Sprachen eine Führung. Mehr Informationen gibt es auf www.jw.org oder unter der Nummer 0676/637 84 96.

Fotos: FMZ

Franz Michael Zagler vor dem Speisesaal, der über 800 Sitzplätze fasst

 

Alexandra Zagler, im Trockenbau eingesetzt, hielt sich wie alle ehrenamtlichen Mitarbeiter, an die hohen Sicherheitsstandards, wie Helm, Schutzbrille, Gehörschutz, Sicherheitsschuhe und Staubmaske