AKUTTeam NÖ - fachliche Betreuung rund um die Uhr. Notruf NÖ Geschäftsführer Christof Constantin Chwojka, Sandra Pitzl vom AKUTteam NÖ und Landesrat Martin Eichtinger (v.l.n.r.) informierten bei einer Pressekonferenz in St. Pölten. Foto: © NLK Pfeiffer

Das AKUTteam NÖ hat im Jahr 2018 mehr als 2.500 Menschen nach einem plötzlichen Ereignis professionell betreut, in knapp 700 Einsätzen konnten Betroffene nach einem Notfall unterstützt werden. Über diese Zahlen, Daten und Fakten informierten Landesrat Martin Eichtinger, Notruf NÖ Geschäftsführer Christof Constantin Chwojka und Sandra Pitzl vom AKUTteam NÖ bei einer Pressekonferenz in St. Pölten.

„Jedem Menschen kann jederzeit ein Notfall, ein Verlust oder eine akute Krise ereilen und niemand kann vorhersehen, wie man darauf reagiert und was man in einer solchen Situation braucht“, sagte der Landesrat. „Die professionelle Unterstützung des AKUTteams kann zumindest in den ersten Stunden und Tagen dazu beitragen, eine Form des Umgangs mit der aktuellen Situation zu finden“, meinte Eichtinger. Die Betreuung erfolge durch Psychologinnen und Psychologen, Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten, Ärztinnen und Ärzte mit psychotherapeutischer Ausbildung sowie erfahrene Fachkräfte im Sozialbereich. „Die mobile Betreuung kann bis zu sechs Stunden in Anspruch genommen werden“, unterstrich Eichtinger.

„Seit dem Jahr 2017 agiert das AKUTteam unter der Trägerschaft von Notruf NÖ“, sprach der Landesrat einen weiteren Aspekt an. „Hier werden Synergien genutzt, so wurde beispielsweise die interne Einsatzverrechnung auf neue, elektronische Abläufe umgestellt. Weiters werden die vorhandenen Ressourcen von Notruf NÖ wie Verwaltung, Ausbildungsmanagement und Technik genutzt“, erinnerte Eichtinger.

„Der überwiegende Teil der Einsätze, nämlich knapp ein Viertel, fand nach Todesfällen im häuslichen Bereich statt“, führte der Landesrat weiter aus. „Weitere 20 Prozent der Einsätze entfielen auf die Betreuung von Angehörigen nach Suiziden, sowie knapp 13 Prozent der Einsätze erfolgten nach Unfällen mit Todesfolge. Es musste auch nach Suizidversuchen, akuten Krisen, Gewaltverbrechen oder auch nach Elementarereignissen wie Großbränden interveniert werden“, so Eichtinger.

Das Netzwerk wird stetig verbessert und eröffnet neue Möglichkeiten, noch intensiver zu kooperieren und das Angebot für die Bürgerinnen und Bürger zu erweitern. „Ein zukünftiger Schwerpunkt wird die Integration der Sozialarbeit in die Versorgung sein“, sagte der Landesrat. „Aktuell wird an einem Projekt gearbeitet, das Anfragen von Hilfe fächerübergreifend einteilt und die Personen mit unterschiedlichen Problematiken zu den passenden Institutionen leitet. Niederösterreich wird dieses Modell sehr gerne den anderen Bundesländern zur Verfügung stellen“, informierte er. „Mein Dank gilt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die für ihre Mitmenschen da sind und in den schwierigen Stunden helfen“, so Eichtinger abschließend.

Notruf NÖ Geschäftsführer Christof Constantin Chwojka sagte, dass es „dringend mehr Angebote für Angehörige von zu pflegenden Personen braucht. Ein intakter Familienverband ist sehr wichtig.“ Sandra Pitzl, fachliche Leiterin AKUTteam NÖ, ergänzte: „Unsere Betreuung läuft sehr oft im Hintergrund ab. Die positiven Rückmeldungen der Betroffenen zeigen uns, dass die Angebote vom AKUTteam wichtig sind.“

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