Barmherzige Brüder Kritzendorf feiern 100-jähriges Jubiläum und eröffnen neues Pflegeheim

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Mag. Stefan Schmuckenschlager, Bürgermeister Stadt Klosterneuburg, Ing. Dietmar Stockinger, Gesamtleiter Barmherzige Brüder Kritzendorf, Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister, Frater Saji Mullankuzhy OH, Provinzial der Österreichischen Ordensprovinz und Adolf Inzinger, Gesamtleiter der Österreichischen Ordensprovinz

LR Teschl-Hofmeister: Barmherzige Brüder sind verlässliche und kompetente Partner im Pflege- und Betreuungsbereich

Beim gestrigen Festakt anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der Barmherzigen Brüder Kritzendorf und der Eröffnung des neuen Pflegeheims in Kritzendorf gratulierte Sozial-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister zum Erfolg: „Die Barmherzigen Brüder Kritzendorf sind dem Land Niederösterreich verlässliche Partner, wenn es um die Pflege und Betreuung von älteren Menschen geht. Das neue Haus bietet optimale Rahmenbedingungen für professionelle und ganzheitliche Versorgung der Bewohnerinnen und Bewohner.“ 

Am bestehenden Standort in Kritzendorf wurde nach Abriss der alten Einrichtung mit Unterstützung des Landes Niederösterreich ein völlig neues Gebäude errichtet. Während der Bauzeit wurden die Bewohnerinnen und Bewohner im ehemaligen Geriatriezentrum Klosterneuburg untergebracht. Insgesamt 210 Pflegebetten stehen im neugebauten Pflegezentrum zur Verfügung.

Neues Bauprogramm bis Frühjahr 2020

Parallel zum Anstieg der Bevölkerung steigt auch die Lebenserwartung sowie die Zahl der behinderungsfreien Jahre im Alter. „Für Niederösterreich bedeutet das, dass Menschen in Zukunft länger bei besserer Gesundheit leben und erst später ins Pflegeheim kommen bzw. Pflegeangebote annehmen werden. Gleichzeitig werden mehr Personen Pflege- und Betreuungsangebote annehmen, da die Bevölkerungsgruppe der über 60-Jährigen stark wächst“, so Teschl-Hofmeister. „Wissenschaftliche Grundlage dafür bietet in Niederöstererich der Altersalmanach. Er liefert nicht nur detaillierte Planzahlen und konkrete Entwicklungsszenarien, sondern auch eine punktgenaue Erhebung des bezirks- und landesweiten Bedarfs“, so die Sozial-Landesrätin weiter.

Den Ergebnissen des Altersalmanachs zufolge nehmen derzeit 18,9% der Pflegebedürftigen mobile Angebote in Anspruch, 8,6% erhalten eine 24-Stunden-Betreuung und 9,8% befinden sich in stationärer Pflege, sprich in Pflege- bzw. Betreuungsheimen. Die verbleibenden 62,6% erhalten ausschließlich informelle Pflege, also Selbstpflege oder familiale Pflege. „In den nächsten Jahren rechnen wir bei den mobilen Diensten mit einem Plus von 2.935 Klienten (+16,8%), bei der 24-Stunden Betreuung mit einem Mehr von 1.851 Personen bzw. einem Mehr von 24,3% und bei der Stationären Pflege mit einem Plus von 1.668 Personen bzw. einem Plus von 17,8%“, so die Landesrätin weiter.

Diese Entwicklungen seien herausfordernd. Um auch weiterhin akute Fälle abdecken zu können und um auch mittelfristig gerüstet zu sein, werde das Land Niederösterreich sein aktuelles Bauprogramm entsprechend anpassen. „Die Anpassung wird mit Frühjahr 2020 abgeschlossen sein“, so Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister abschließend.

Foto: Klaus Ranger