AUTOTEST Honda CR-V 2.0 i MMD Hybrid AWD Executive

Der SUV-Anteil ist am Automobilsektor sehr stark wachsend. Eigentlich fast alle (Premium-) Hersteller bieten im diesem Segment ein oder mehrere Modelle mit verschiedensten Antriebskonzepten an – und nicht nur der Umwelt zuliebe, gewinnen Hybrid und/oder Elektromodelle immer mehr an Bedeutung. Honda schickt dabei einen weltweiten Bestseller ins Rennen und wir durften diesen Kompakt-SUV ausführlich testen: den CR-V 2.0 i MMD Hybrid AWD Executive.

Unser Testwagen in Modern Steel Metallic wirkt modern und größer als es die tatsächliche Außenmaße von 4,60 Meter vermuten lassen. Natürlich als hoher Kombi sofort erkennbar, erscheint der CR-V designt und wie aus einem Guss. Der Auftritt auf den gebürsteten 18-Zoll-Leichtmetallfelgen ist breit, unterstützend sportlich erscheinen die bulligen, ausgestellten Radkästen. Noblen Touch im Exterieur vermitteln hingegen das seitlich, vorne und hinten montierte Chromzierrat. Die Heckleuchten finden wir besonders gelungen, diese reichen seitlich weit nach vorne und bis zum betont wuchtig gehaltenen Dachspoiler.

Besondere Exklusivität empfängt uns auch im Inneren des CR-V. Edles Interieur und sehr großzügige Platzverhältnisse bringen uns vorne wie hinten zum Staunen. Wir nehmen Platz auf weichem, cremefarbigen Leder, welches mit feinen Nähten verarbeitet ist – eine sehenswerte Ausstattungskombination mit der metallic-„grauen“ Außenfarbe. Dazu gesellen sich feine Holz- und Aluapplikationen an den Türverkleidungen, unteren Mittelkonsole und oberhalb des großen Handschuhfaches. Da gerade die Sonne scheint, genießen wir den Blick nach oben durch das große, elektrische Panorama-Glasschiebedach. Auch das ungewöhnliche, betont „coole“ Cockpit sowie der ergonomisch gut platzierte Navi-Bildschirm überzeugt uns: Optik, Haptik und die Qualität des CR-V sind First Class. Alle Bedienungselemente sind griffgünstig angeordnet, schon nach wenigen Kilometern haben wir uns mit den zahlreichen klassischen Anzeigen zur aktuellen Fahrt aber auch des Hybridsystems vertraut gemacht. Die Modellvariante Executive unseres Testwagens umfasst eine Menge an Features: Ausparkhilfe inklusive Toter-Winkel-Assistent, elektrische Heckklappenbedienung mit Freihandbetätigung, Head-up-Display, Honda Connect Navigation, Honda SENSING bestehend aus sämtlichen Sicherheits-und Fahrerassistenzsystemen sowie Kamera und-Radartechnik, Volllederausstattung, High-end HiFi, Panorama-Glasschiebedach, Privacy Glas, Sitzheizung vorne und hinten, Smart Entry & Start, Smartphone Konnektivität, etc.

Kurz noch den Kofferraum begutachtet: dieser ist mit einem Fassungsvermögen von 497 Liter bis 1694 Liter (bei umgeklappten hinteren Sitzen) sehr geräumig und dank elektrisch zu bedienender Heckklappe auch leicht ohne Ladekante beladbar.

Nachdem wir uns elektrisch positioniert haben, schließen wir die Fahrertür und erleben die nächste echte Überraschung: so satt fiel noch selten eine Fahrertür ins Schloss, tolle Verarbeitungsqualität!

Jetzt starten wir aber den CR-V und rollen geräuschlos aus dem Stand los. Herzstück des Antriebes ist dabei das von Honda entwickelte i-MMD Hybridsystem (Intelligent Multi Mode Drive). Dieses sorgt für ein perfektes Zusammenspiel zwischen dem 2,0 l großen, 145 PS starken Benzinmotor und den beiden zusammen 184 PS starken Elektromotoren (wovon einer als Generator fungiert). Nicht merkbar für Fahrer und Beifahrer switcht das System automatisch je nach Leistungsabruf oder manuell auf Anwahl zwischen drei Fahrmodi hin und her. In der Stadt und im „Rollbetrieb“ bewegt man sich für kurze Strecken im reinen EV Modus, bei höherer Leistung wechselt das System in den Hybrid Modus. Aber auch der reine Benzinmotorantrieb ist möglich. Genug von Fachausdrücken, nackten Zahlen und Fakten, uns begeistert zu sehr diese lässige, souveräne Fortbewegung mit dem CR-V. Mal sportlich unterwegs sein, auf Langstrecken cruisen oder im EV- Modus geräuschlos in der Stadt zum Shopping fahren – der Honda verliert auch dank des wuchtigen Drehmomentes von 315 Nm niemals die „Contenance“. Auch das von Honda eingebaute e-CVT Getriebe bietet eine passende Geräuschkulisse, unter Volllast klingt es sportlich. Generell ist der SUV auf Bedarf recht flott unterwegs, aus dem Stand geht es samt Allradantrieb in 9,2 Sekunden auf Landstraßentempo, bei 180 km/h wird weiterer Vortrieb elektronisch begrenzt. Apropos Allrad: auch abseits befestigter Straßen testeten wir den Honda SUV. Mit dem Real Time AWD samt Intelligent-Control-System und einer Bodenfreiheit von üppigen 19,2 cm kann der CR-V sogar Gelände – und WIE!

An der Tankstelle zeigt sich der SUV als Kostverächter. Bei reinen Stadtrundfahrten sind sogar Verbrauchswerte mit einer 4 vor dem Komma möglich, auf schnellen Autobahnetappen verbrauchten wir bis zu 8,8 Liter Super auf 100 Kilometer. Insgesamt pendelte sich der Verbrauch während der Testfahrten zwischen 5,9 und 6,8 Litern Super ein – und das ist angesichts der Leistung, Größe, Gewicht und Luxus des CR-V bemerkenswert wenig.

Fazit: Der Honda CR-V rittert nicht umsonst mit seinem japanischen Wiedersacher seit Jahren um den ersten Platz als weltweit meistverkauftes SUV. Modernste Technik, beste Qualität und gleichzeitig hoher Alltagsnutzen begeistern. Honda hat den CR-V mit diesem Hybridantrieb sehr „grün“ gemacht – was durchaus dem Trend der Zeit entspricht. Zu haben ist der Honda CR-V bereits ab 31.290 Euro, als Hybrid ab 36.390 Euro. Empfehlenswert!

Fotos: slz

Technische Daten
Honda CR-V 2.0 i-MMD Hybrid AWD Exekutive
Hubraum 1.993 ccm
Leistung (Elektro + Benzin) 184 PS + 145 PS
Beschl. 0-100 km/h 9,2 Sek.
Höchstgeschwindigkeit 180 km/h
Verbrauch komb. 5,5 l/100 km
CO2-Emission 126 g/km
Honda CR-V Hybrid ab Listenpreis 36.390 Euro