Blau-gelbes Familienpaket: 86 neue Gruppen für Kleinkinderbetreuung bereits eröffnet

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Der Präsident des NÖ Gemeindebundes, Alfred Riedl, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und die Bürgermeisterin von Biedermannsdorf, Beatrix Dalos, mit Kindern: „Optimale Rahmenbedingungen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.“

LH Mikl-Leitner: „Optimale Rahmenbedingungen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf“

„Wir in Niederösterreich wollen optimale Rahmenbedingungen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf schaffen“, betonte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner im Zuge einer Pressekonferenz im NÖ Landhaus. Dafür brauche es ein flexibles und bedarfsgerechtes Angebot, und das blau-gelbe Familienpaket sei „ein wichtiger Baustein auf diesem Weg“, hielt die Landeshauptfrau dabei gemeinsam mit dem Präsidenten des NÖ Gemeindebundes, Alfred Riedl, sowie der Bürgermeisterin aus Biedermannsdorf, Beatrix Dalos, fest.

Die Zahlen zeigten, dass das Angebot in Niederösterreich „stark angenommen“ werde, bilanzierte Mikl-Leitner zunächst. So verzeichne man im Bereich der institutionellen Kinderbetreuung, dem Kindergarten, eine Abdeckung von 96,9 Prozent. Damit liege man gemeinsam mit dem Burgenland an der Spitze der Bundesländer, der Österreich-Schnitt betrage 93,5 Prozent. Bei den Kindern von 0 bis 2 Jahren weise man eine steigende Betreuungsquote von 24,6 Prozent auf.

Das blau-gelbe Familienpaket habe das Ziel, bis Ende 2020 100 neue Gruppen für die Kinderbetreuung der Unter-2,5-Jährigen zu schaffen. Die Landeshauptfrau dazu: „Mittlerweile sind 86 neue Gruppen bereits eröffnet, der Rest wird bis Ende 2020 umgesetzt sein. Mit diesen 86 neuen Gruppen können rund 1.300 Kinder zusätzlich betreut werden.“ Das entspreche einer Steigerung von 20 Prozent. Diese „tolle Bilanz“ sei auch „ein Ansporn“, betonte sie weiters, und darum wolle man in den nächsten Jahren weitere 100 neue Betreuungsgruppen für die Unter-2,5-Jährigen schaffen.

Ein besonderes Anliegen sei es ihr dabei, „dass es dieses zusätzliche Angebot sowohl im städtischen als auch im ländlichen Raum“ gebe, so Mikl-Leitner. Die Landeshauptfrau verwies hier auch auf die 15a-Vereinbarung mit dem Bund, im Zuge derer 180 Millionen Euro österreichweit in die Kinderbetreuung investiert werden, für Niederösterreich belaufe sich der Anteil dabei auf rund 26 Millionen Euro.

Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu ermöglichen sei „eine ganz zentrale Aufgabenstellung“ und auch „wichtig im Standortwettbewerb“, hielt Gemeindebund-Präsident Riedl in seiner Stellungnahme fest. Es gehe dabei vor allem darum, „dass die Familien Wahlfreiheit haben und ein bedarfsgerechtes Angebot da ist“, betonte er.

Die Partnerschaft von Land und Gemeinden sei hier sehr wichtig, verwies Riedl etwa auch auf 841 im Zusammenhang mit der Kinderbetreuung stehende Projekte in 308 verschiedenen Gemeinden. Insgesamt seien hier 130 Millionen Euro investiert worden. Eine besondere Bedeutung habe hier auch der Schul- und Kindergartenfonds.

Die Schaffung von Kinderbetreuungseinrichtungen sei für jede Gemeinde ein zentrales Thema, meinte auch Bürgermeisterin Dalos. In ihrer Gemeinde sei der Bedarf sehr hoch und das Angebot – derzeit zwei Gruppen mit je 15 Kindern – werde „sehr gut angenommen“, berichtete sie.

Foto: NLK Reinberger