Bundeskanzler Sebastian Kurz macht Hoffnung: „Comeback für Österreich“

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Foto: BKA/ Arno Melicharek

Erklärung von Bundeskanzler Sebastian Kurz an den Nationalrat zu aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus in der heutigen Sondersitzung.

Bundeskanzler Sebastian Kurz war sichtlich erfreut über die Tatsache, dass Österreich bisher besser durch die Krise gekommen ist als andere Länder. Die positive Nachricht sei, dass die gesetzten Maßnahmen richtig wären und Wirkung zeigen. In Österreich verlangsame sich die Ausbreitung der Krankheit. „Es muss uns aber allen klar sein: Wir sind noch nicht über den Berg. Jetzt ist es wichtig, durchzuhalten und keine voreiligen Schlüsse zu ziehen. Wir müssen weiterhin alles tun, um Zustände, wie in anderen Ländern Europas und der Welt, in Österreich zu verhindern“, betonte der Kanzler. Doch er drückte seine Sorge auf Blick auf die Osterwoche aus. Er appelliert inständig an die Vernunft der Menschen: „Verzichten wir auf Familienfeiern und Zusammenkünfte, denn das ist die größte Gefahr für die Menschen, die uns so am Herzen liegen.“

Am 3. April 2020 nahm Bundeskanzler Sebastian Kurz an der Sondersitzung des Nationalrats zum COVID-19 Gesetz teil.
Foto: BKA/ Arno Melicharek

Die Einschränkungen seien weiterhin notwendig, bekräftigte Bundeskanzler Kurz, „damit wir die Freiheit wiedererlangen, die wir gewohnt sind. Sie sind notwendig, damit wir das Leben mit den Menschen führen können, die wir lieben und nicht Menschen ihr Leben verlieren, die es nicht verlieren müssten.“ Die Bundesregierung werde weiterhin alles tun, um Österreich gut durch diese Krise zu führen.

„Ich bitte Sie alle, keine voreiligen Schlüsse aufgrund von positiven Trends und Signalen zu ziehen. Es braucht nicht nur einen Trend, es braucht eine nachhaltige positive Entwicklung. Klar ist: Wir wollen schnellstmöglich aus dieser Krise herauskommen, aber nur so schnell, wie es verantwortungsvoll und machbar ist.“ Wenn die Zahlen stimmen, werde man schrittweise und behutsam beginnen, wieder zur Normalität zurückzukehren. „Die schrittweise Rückkehr wird mit Begleitmaßnahmen erfolgen: Erstens mit dem Schutz der Risikogruppen, zweitens durch einen Kulturwandel mit Abstand halten und dem Tragen des Mund-Nasen-Schutzes sowie drittens einem professionellen Containment durch eine möglichst breite und schnelle Testung und der Isolation all jener, die sich potentiell angesteckt haben.“ Es gehe darum, Glutnester schnell zu isolieren, um einen neuerlichen Flächenbrand zu verhindern.