Bildungsdirektor Johann Heuras mit Bildungs-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister (v.l.n.r., Archivbild) Foto: © NLK Reinberger

Die Corona-Krise hat den Schulen sehr viel an Flexibilität abverlangt und gezeigt, dass Niederösterreich auch, was die Digitalisierung an den Schulen betrifft, bereits gut aufgestellt ist. Gleichzeitig hat die Krise aber auch deutlich gemacht, wie groß die Bedeutung der Digitalisierung in Ergänzung zum herkömmlichen Unterricht sein kann und welche vielfältigen Möglichkeiten sie bietet. Die Initiative des Bundes begrüßt man in Niederösterreich deshalb jedenfalls: „Die Corona-Krise hat sicher einen Digitalisierungsschub nach vorne gebracht. Innerhalb weniger Tage wurden alle Schulen auf digitales Lernen und Unterrichten umgestellt – möglich gemacht hat dies die bereits sehr gute Ausstattung an unseren Schulen sowie der ergänzende Einsatz von Lernplattformen. Wir begrüßen daher die Initiative des Bundes, die Schulen weiterhin bei der Digitalisierung und deren Finanzierung zu unterstützen“, so Bildungs-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister und Bildungsdirektor Johann Heuras.

Die Erfahrungen der letzten Wochen haben gezeigt, dass es in Zukunft vor allem eine Vereinheitlichung der Lern- und Lehrplattformen und eine Qualitätsprüfung der Angebote im Internet geben sollte. „Ein wesentlicher Schritt in Richtung effizienter Digitalisierungsmaßnahmen ist sicher die Vereinheitlichung der verschiedenen Lernplattformen. So haben wir gesehen, dass sich viele Schülerinnen und Schüler, aber auch die Eltern einheitliche Lernmanagementsysteme wünschen. Zu viel Verschiedenes sorgt nicht nur für Verwirrung, sondern nimmt auch viel mehr Vorbereitungszeit in Anspruch“, erklären Teschl-Hofmeister und Heuras. Neben den vielfältigen Möglichkeiten und Vorteilen dieser Lernplattformen hat sich aber auch gezeigt, dass die Kommunikation zwischen den Betroffenen auf digitaler Ebene sehr gut funktionieren kann. „In Niederösterreich haben wir schon vor einiger Zeit flächendeckend die Kommunikations-App SchoolFox zur Verfügung gestellt. Dieses Kommunikations-Tool hat nun seine Bewährungsprobe bestanden und sich als hervorragendes Kommunikationsmittel zwischen Schülerinnen und Schülern, Erziehungsberechtigten und Pädagoginnen und Pädagogen herausgestellt. Das digitale Klassenbuch ist in vielen Schulen Niederösterreichs ebenso bereits seit längerer Zeit gelebte Praxis. Wir wurden also in unserem Weg bestätigt“, so Teschl-Hofmeister und Heuras.

Wesentlich wird bei der nunmehr begonnenen Digitalisierungsoffensive aber auch der vom Bund angekündigte Ausbau der Infrastruktur sowie die Ausstattung von Endgeräten für alle Schülerinnen und Schüler sein. „Die Digitalisierung darf keinesfalls dazu führen, dass einem Kind ein Nachteil entsteht, nur weil ihm etwa das entsprechende technische Werkzeug fehlt, um dem Unterricht folgen zu können. Die technische Ausstattung ist Grundvoraussetzung für ein Gelingen der Digitalisierung in der Schule“, erklären die Landesrätin und der Bildungsdirektor. In Niederösterreich sei man jedenfalls auf einem guten Weg und diesen werde man auch weiter verfolgen: „Wir sind mit dem, was wir bereits erreicht haben und mit dem, was nunmehr in Angriff genommen wird, auf einem sehr guten Weg. Die digitalen Möglichkeiten sollen keinesfalls den klassischen Unterricht und seine klassischen Materialien ersetzen, viel mehr sollen sie eine Ergänzung sein, die uns dabei hilft unsere Schülerinnen und Schüler optimal auf die Anforderungen des Arbeitsmarktes vorzubereiten, ohne dabei die grundlegenden Kompetenzen wie Lesen, Schreiben und Rechnen außer Acht zu lassen“, so Teschl-Hofmeister und Heuras.