Covid-19-Krise als Digitalisierungsbooster in NÖ

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Landesrat Jochen Danninger und Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner präsentieren den „digi report“. Foto: © NLK Pfeiffer

2020 war in vielerlei Hinsicht ein Jahr der Extreme. Im Bereich Digitalisierung hat die Corona-Krise die Landesverwaltung in Niederösterreich enorm vorangebracht. Das zeigen auch die Kennzahlen und Indikatoren für das Jahr 2020 aus dem neuen digi report, dem dritten Jahresbericht zur Digitalisierungsinitiative des Landes Niederösterreich mit dem Schwerpunkt „neue Arbeitswelten“.

„Mit der seit dem Jahr 2017 bestehenden Digitalisierungs-offensive haben wir den digitalen Wandel in den letzten Jahren aufgebaut und aktiv mitgestaltet. Diesen Vorteil haben wir genutzt – unter anderem um Anfragen und Anliegen der Landsleute rasch zu bearbeiten, haben wir in kürzester Zeit neue, digitale Arbeitswege etabliert. Beispielsweise wurden im Vorjahr rund 130.000 E-Termine im Parteienverkehr vergeben, um Menschenansammlungen zu vermeiden. Bis zu 60 Prozent der 7.500 NÖ Landesbediensteten arbeiteten im Homeoffice, wo elektronische Akte und über 150 Fachanwendungen uneingeschränkt zur Verfügung standen. Täglich fanden bis zu 900 Videokonferenzen statt“, so Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner.

Auch Digitalisierungslandesrat Jochen Danninger zeigt sich von den raschen IT-Lösungen beeindruckt: „In nur sieben Entwicklungstagen wurde eine IT-Lösung für die Niederösterreichische Landesverwaltung entwickelt, mit der Amtsärzte und Bezirksverwaltungsbehörden sofort auf notwendige Echtzeitdaten zur Bekämpfung des COVID-19-Virus zugreifen konnten. Ein weiteres landesinternes Vorzeigeprojekt ist das digitale Fuhrparkmanagement im Land mit dem Ziel, die 180 Dienstkraftwagen besser verwalten können. Eingebunden ist auch der Betrieb der eigenen Werkstätte und die automatisierte Übernahme von Betankungsdaten. Das Projekt soll im Herbst 2021 abgeschlossen werden. Diese Projekte sind Paradebeispiele dafür, wie man mit digitalen Lösungen in der Landesverwaltung effektiver und effizienter arbeiten kann.“

Weitere innovative Umsetzungsbeispiele, die im digi report behandelt werden und die große thematische Bandbreite der Digitalisierungsstrategie hervorheben, sind beispielsweise die „Innovation Farm Wieselburg“, „Jugend forscht digital!“, das „Haus der Digitalisierung“ oder das Förderpaket „digi4Wirschaft“. Letzteres fand sehr viel Zuspruch bei heimischen Betrieben. Wirtschaftslandesrat Danninger: „2020 haben Niederösterreichs Betriebe verstärkt in den digitalen Wandel investiert. Wir haben zahlreiche Maßnahmen in die Wege geleitet, um unsere Unternehmen dabei bestmöglich zu unterstützen. Es freut mich, dass das Förderpaket digi4Wirtschaft, hervorragend angenommen wurde und knapp 40 Millionen Euro an Investitionen in der heimischen Wirtschaft ausgelöst werden konnten.“

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner zeigt sich mit den eingeschlagenen Weg zufrieden: „Gerade im vergangenen Jahr hat sich gezeigt, wie wichtig es ist, im Bereich Digitalisierung gut aufgestellt zu sein. Deshalb möchten wir weiterhin digitale Lösungen forcieren, um unser Bundesland auf der Höhe der Zeit und zukunftssicher zu gestalten.“