Der Antennenreiniger der Rossameise

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Sauberkeit ist für ein Insekt lebenswichtig, damit es fliegen, klettern und seine Umgebung wahrnehmen kann. Sind zum Beispiel die Fühler einer Ameise verschmutzt, beeinträchtigt das ihre Fähigkeit, zu navigieren, zu kommunizieren und Duftstoffe aufzunehmen.

Der Zoologe Alexander Hackmann sagt, dass man deswegen „niemals schmutzige Insekten finden wird … Sie haben herausgefunden, wie man verschmutzte Oberflächen reinigt.“

Im Detail: Hackmann und seine Kollegen fanden heraus, wie eine Art der Rossameise (Camponotus rufifemur) Partikel unterschiedlicher Größe von ihren Fühlern entfernt. Sie biegt ein Bein zu einer Art Klammer und zieht dann einen Fühler hindurch. Grobe Borsten in der Klammer beseitigen die groben Schmutzpartikel. Kleinere Schmutzpartikel werden durch einen feinen Kamm entfernt, dessen Zwischenräume die gleiche Breite haben wie die Haare auf dem Fühler der Ameise. Kleinstpartikel – bis zu 80-mal dünner als ein menschliches Haar – werden dann von einer noch feineren Bürste aufgenommen.

Hier der Link zum Videoclip: https://www.jw.org/de/bibel-und-praxis/wissenschaft/wer-hat-erfunden/rossameise-antennenreiniger/

Hackmann und sein Team sehen eine Anwendung der Methode, wie die Ameise ihre Antennen reinigt, in der Industrie. Zum Beispiel könnten ähnliche Mechanismen eingesetzt werden, um die Sauberkeit während der Herstellung von empfindlichen mikroelektronischen Bauteilen und Halbleitern zu gewährleisten, denn schon die geringste Verschmutzung kann einen Defekt verursachen.

Dazu Franz Michael Zagler, Medienbetreuer der Zeugen Jehovas: „Solche Beispiele in der Natur, wie jenes der Rossameise, lässt manche intensiver an einen Schöpfer glauben. Andere tendieren zur Evolutionstheorie. Für beide Sichtweisen bittet sich die Broschüre Das Leben: Reiner Zufall? an, die kostenlos unter der Nummer 0676/637 84 96 bezogen werden kann.“

Foto/Video zVg: JZ

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