Der neue Kia ProCeed “Shooting Brake”

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Kia erweitert die Ceed-Familie um eine neue Variante: den ProCeed. Der fünftürige Shooting Brake verbindet ein eindrucksvolles, sportliches Design mit dem Platz und der Variabilität eines Kombis. Dieser Karosserietyp ist nicht nur für Kia eine Premiere: Es ist der erste Shooting Brake eines Volumenherstellers in der Kompaktklasse. Der in Deutschland designte und entwickelte ProCeed wird wie seine Schwestermodelle – Ceed und Ceed Sportswagon – im slowakischen Žilina produziert und nur in Europa vertrieben. Er ist nun bei den Händlern eingetroffen und bietet wie alle Modelle der Marke 7 Jahre Werksgarantie ausgestattet. Als sportlichstes Mitglied der neuen Ceed-Familie der dritten Generation wird er ausschließlich in den Ausführungen GT-Line und GT angeboten.

Der schlank und geschmeidig wirkende Sportler ist das flachste Fahrzeug im gesamten C-Segment und unterscheidet sich in Haltung und Proportionen deutlich von den anderen Mitgliedern der Ceed-Familie. Vom Grundmodell wurden lediglich die Haube und die vorderen Kotflügel übernommen. Dennoch ist der ProCeed sofort als ein Kia zu erkennen – unter anderem wegen des Kühlergrills in Form der „Tigernase“, dessen Konturen sich auch im oberen Randprofil der Frontscheibe wiederfinden, sowie der unverwechselbaren Kia-Kombination von geschwungenen Oberflächen und klaren Kanten.

Das Frontdesign ist wie beim neuen Ceed durch gerade Linien geprägt. Obwohl der ProCeed die gleiche Breite hat wie das Grundmodell (1.800 mm), wirkt er unter anderem durch das Design des Frontstoßfängers und die etwas flachere Karosserie breiter.

Die Seitenansicht mit der elegant abfallenden Dachlinie, die am Heck in die Schultern übergeht, ist an das Design der Studie Kia Proceed Concept angelehnt, die Kia 2017 auf der IAA präsentierte. Die langgestreckte Silhouette wirkt durch markante gerade Linien, die sich von den Frontscheinwerfern bis zur Heckklappe ziehen, optisch noch länger. Die untere Fensterlinie inklusive des auffälligen, haiflossenförmigen Chromelements, das den dynamischen Verlauf der Dachlinie betont, wurde ebenfalls von der Studie Proceed Concept übernommen. Die stark geneigte Heckscheibe ist ein besonders charakteristisches Merkmal des ProCeed, das ihn nicht nur vom Ceed und Ceed Sports-wagon unterscheidet, sondern auch von vielen anderen Modellen seiner Klasse. Beim Ceed Sportswagon ist die Heckscheibe um 50,9 Grad gegenüber der Senkrechten geneigt, beim Ceed um 52,4 Grad, beim ProCeed um 64,2 Grad.

In der Länge übertrifft der ProCeed den Ceed Sportswagon um fünf Millimeter (4.605 mm) aufgrund des etwas längeren Frontüberhangs (885 mm), ist aber gleichzeitig mit 1,42 Metern um 43 Millimeter niedriger. Die Bodenfreiheit wurde gegenüber dem Kombi um fünf Millimeter reduziert (135 mm). Da der ProCeed auf der gleichen „K2“-Plattform basiert wie seine Schwestermodelle, ist der Radstand identisch (2,65 Meter).

Am stärksten unterscheidet sich der Shooting Brake von den anderen Ceed-Varianten in der Heckansicht, die ebenfalls durch die Studie Proceed Concept inspiriert ist. Der breite Stoßfänger und der Doppelrohrauspuff rechts und links verleihen dem Heck zusammen mit der relativ flachen Karosserie einen sehr energischen und dynamischen Ausdruck. Der Modellname steht in Großbuch-staben in der Mitte der Heckklappe – unter einem Lichtband, das die LED-Rückleuchten verbindet und dem ProCeed eine charakteristische Lichtsignatur gibt. Der Shooting Brake wird in zehn Lackierungen angeboten. Die Ausführung GT Line ist mit 17- oder 18-Zahl-Leichtmetallfelgen erhältlich, der GT rollt serienmäßig auf 18-Zoll-Rädern.

Sportliches Interieur, hoher Sitzkomfort, variabler Gepäckraum

Das Interieur-Konzept des ProCeed entspricht dem der anderen Ceed-Modelle und zeichnet sich durch ergonomische Gestaltung, hohe Materialqualität sowie viele Soft-Touch- und Metalloberflächen aus. Das Armaturenbrett hat ein übersichtliches, horizontal ausgerichtetes Layout, die Zentralkonsole ist zum Fahrer geneigt, und der hohe, freistehende 7-Zoll-Touchscreen des serienmäßigen Infotainmentsystems lässt sich leicht ablesen. Für eine betont sportliche Atmosphäre sorgen unter anderem ein schwarzer Dachhimmel, Metall-Einstiegsleisten und das unten abgeflachte Sportlenkrad, das bei den Modellen mit Doppelkupplungsgetriebe mit neuen Leichtmetall-Schaltwippen ausgestattet ist.

Das großzügige Interieur bietet allen Insassen reichlich Bein-, Kopf- und Schulterfreiheit. Aufgrund der niedrigeren Dachlinie liegt der Hüftpunkt der Rücksitze tiefer als bei den anderen Ceed-Varianten, um im Fond bequeme Plätze mit hohem Sitzkomfort zu gewährleisten.

Der Gepäckraum des ProCeed ist größer als bei vielen konventionellen Kombis in der Kompakt- und sogar Mittelklasse. Mit 594 Litern fasst er 50 Prozent mehr als das Gepäckabteil der Schrägheckversion des Ceed (395 Liter) und liegt fast auf dem Niveau des Ceed Sportswagon (625 Liter), der über einen Gepäckraum im D-Segment-Format verfügt.

Bei der Variabilität steht der ProCeed dem Ceed Sportswagon in nichts nach. Die Rücksitzbank ist dreigeteilt (40:20:40) und lässt sich vom Gepäckraum aus bequem per Hebel umklappen, so dass ein langer, ebener Ladeboden entsteht. Zur Ausstattung gehören unter anderem Taschenhaken, Gepäcknetz und ein Ablagefach im Boden. Erhältlich sind zudem ein Gepäckraumtrennsystem auf Schienenbasis und eine sensorgesteuerte elektrische Heckklappe.

Fahrwerk für schnelle Kurven und hohen Reisekomfort

Das voll auf europäische Straßenverhältnisse zugeschnittene Fahrwerk mit Einzelradaufhängung hat das gleiche Konzept wie das der anderen Ceed-Varianten: MacPherson-Federbeine vorn und eine Mehrlenkerachse mit Stabilisatoren hinten. Für den ProCeed wurde es aber speziell abgestimmt und zeigt eine eigene, betont sportliche Charakteristik. Zum einen bietet es eine sehr schnelle, direkte Rückmeldung und eine besonders gute Kurvenkontrolle, zum anderen den Reisekomfort und die Fahrstabilität bei höheren Geschwindigkeiten, die man von einem Shooting Brake mit „Grand Tourer“-Karosserie erwartet.

Fotos: © KIA

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