Die Vorbereitungen zur Bewerbung St. Pöltens für die Europäische Kulturhauptstadt 2024 laufen auf Hochtouren

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Geschäftsführer Michael Duscher, Vize-Bürgermeister Matthias Adl, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Bürgermeister Matthias Stadler, Vize-Bürgermeister Franz Gunacker und Projektleiter Jakob Redl

LH Mikl-Leitner bezifferte Gesamtbudget mit insgesamt 60 Millionen Euro

Die Vorbereitungen zur Bewerbung St. Pöltens für die Europäische Kulturhauptstadt 2024 laufen auf Hochtouren. Über den aktuellen Stand und die weiteren Maßnahmen informierten am heutigen Montag Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Bürgermeister Matthias Stadler und Geschäftsführer Michael Duscher in einer gemeinsamen Pressekonferenz.

Ein Projekt in dieser Dimension bedürfe nicht nur die Unterstützung bei der Planung, sondern vor allem auch in der Umsetzung – und dafür sei auch ein solides und ausreichendes Budget erforderlich, so Mikl-Leitner. Für den Fall der Ernennung zur Europäischen Kulturhauptstadt würden das Land Niederösterreich und St. Pölten mit je 17,83 Millionen Euro und damit zu gleichen Teilen das Projekt Kulturhauptstadt 2024 finanziell unterstützen. Darüber hinaus werde auch eine finanzielle Beteiligung des Bundes mit ebenfalls 17,83 Millionen Euro angestrebt. Zuzüglich der zu erwartenden Karten- und Sponsoringerlöse sowie Drittfördermitteln rechnet die Landeshauptfrau mit einem Gesamtbudget von insgesamt 60 Millionen Euro. Bei Erhalt des Zuschlags wolle man weitere 36 Millionen Euro für Kulturinfrastrukturmaßnahmen beschließen, aufgeteilt zu gleichen Teilen auf Stadt, Land und Bund. Mikl-Leitner: „Wir sind damit finanziell sehr gut aufgestellt, um die geplanten Projekte als mögliche Kulturhauptstadt umzusetzen.“

An geplanten Projekten nannte die Landeshauptfrau ein Kinderkunstlabor in St. Pölten, auch um Jugendliche so früh wie möglich mit Kunst und Kultur in Verbindung zu bringen. Der Klangturm und auch das Festspielhaus werden modernisiert und revitalisiert. In Szene gesetzt werden sollen auch der Domplatz, die ehemalige Synagoge in St. Pölten, das St. Pöltner Stadtmuseum und der Kulturort im Sonnenpark. Darüber hinaus werde man die UNECSO Welterbestätte Wachau, Stift Melk und Stift Göttweig, der Festivalstandort Grafenegg, die Schallaburg oder auch Krems mit seiner einmaligen Kunstmeile und der neuen Landesgalerie einbinden. „All diese kulturellen Räume ergeben gebündelt mit der Landeshauptstadt große Erfolgschancen für die Kulturhauptstadtbewerbung“, ist Mikl-Leitner überzeugt. Für die Landeshauptfrau ist aber auch klar: „Egal ob St. Pölten den Zuschlag erhält oder nicht, St. Pölten wird im Jahr 2024 die Kulturhauptstadt Niederösterreichs sein.“

Bürgermeister Stadler sprach von einer „historischen Stunde“ für St. Pölten und von einer riesigen Chance, die Stadtentwicklung in all ihren Facetten voranzutreiben. Mit der Bewerbung zur Europäischen Kulturhauptstadt sei ein „Ruck durch die Stadt gegangen“, die Bevölkerung nehme Anteil an dieser Bewerbung. Entscheidend dabei sei auch, dass alle politischen Verantwortungsträger hinter dieser Bewerbung stünden.

Geschäftsführer Michael Duscher ist es wichtig, dass die Bewerbung St. Pöltens zur Kulturhauptstadt Europas auch eine langfristige Kulturstrategie enthalte. Am 9. November dieses Jahres werde die Jury nach St. Pölten, die Konzeptpräsentation findet am 10. bzw. 11. November statt. Die finale Entscheidung werde unmittelbar nach der Konzeptpräsentation fallen.

Foto: NLK Pfeiffer