Mit der diesjährigen Uraufführung von Felix Mitterers „Brüderlein fein“, einem Auftragswerk der Raimundspiele Gutenstein, bringt Prinzipalin Andrea Eckert einen Burgtheater- und Filmstar auf die Bühne: Johannes Krisch

GUTENSTEIN. Das beschauliche Gutenstein bietet sich einmal mehr als Ausflugsziel für Kulturliebhaber an. Zum einen gelang Prinzipalin Andrea Eckert mit der Beauftragung Felix Mitterers, ein Stück über Ferdinand Raimund zu schreiben, eine wahre Besonderheit im Rahmen der Raimundspiele. Zum anderen stellt der Schauspielstar Johannes Krisch eine Attraktion dar, die den Besuch dieses traditionsreichen Theaterfestivals am Land noch verlockender macht.

Die Gemeinde macht es Besuchern möglichst einfach, eine der Vorstellungen zwischen 11. Juli (Premiere) und 4. August zu besuchen. Für die Freitagsvorstellungen wurde ein Bustransfer zwischen den Bahnhöfen Wiener Neustadt und Gutenstein organisiert – inklusive Zwischenstationen. An den Samstagen fährt Elite Tours per Bus von Wien nach Gutenstein. Für die Vorstellungen am Sonntagnachmittag um 17.30 Uhr empfiehlt sich eine bequeme Bahnreise.

Regionalität und Beschaulichkeit

Die Gutensteiner Bevölkerung arbeitet mit Leib und Seele für das traditionelle Sommertheater. Ob Kartenverkauf, Blumenschmuck, Buffet oder Unterbringung der Künstler – jeder Handgriff und jede Dienstleistung erfolgen durch Ortsansässige. Diese besondere regionale Wertschöpfung ist nur vor Ort spürbar. Auch „Ferdinand Raimund“ Johannes Krisch schätzt die familiäre Atmosphäre und reist mit der gesamten Familie an. Im Interview erzählt er, warum die Raimundspiele zu ihm passen:

Was ist das Reizvolle an kleinen Sommertheatern?
Krisch: Die unangestrengte Atmosphäre.
Warum sollte man sich für die Raimundspiele auf den Weg nach Gutenstein machen?
Krisch: Erstens, weil Felix Mitterer ein wirklich wunderbares Stück geschrieben hat und zweitens, weil man so gelassen in dieser herrlichen Gegend Kultur und Sommerurlaub verbinden kann.
Wenn Sie sich heute für Bühne oder Film entscheiden müssten – was wäre Ihre Wahl?
Krisch: Da kann mich beim besten Willen nicht entscheiden!
Welchen Stellenwert hat die Musik in Ihrem Leben?
Krisch: Eine sehr, sehr große! Ohne Musik wäre mein Leben nur halb so schön … Sie ist Inspiration, Entspannung und Seelenfrieden.
Zurück zu Raimund. Welche Botschaften an das Publikum hatte er, die auch heute noch faszinieren?
Krisch: In seinen „Märchen“ – und ich wähle bewusst dieses Wort – verpackt Raimund geschickt seine Gesellschaftskritik und hält uns so mit Feen und Zauberwelten den Spiegel vor.
Gibt es Eigenschaften Ferdinand Raimunds, die Sie in sich selbst wiederfinden?
Krisch: Ja, klar. Cholerik und Eifersucht, aber auch Fantasie, Loyalität und Herz.

Kartenreservierungen und -buchungen:
online auf
www.raimundspiele.at oder unter ticket@raimundspiele.at
oder telefonisch unter 0676-840 023 200 bzw. 02634-7220 11.

Foto: Joachim Kern