Eröffnung des Primärversorgungszentrums in Schwechat: Bürgermeister Karin Baier, Christoph Reisner, Präsident der NÖ Ärztekammer, Landesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig, Landesrat Martin Eichtinger, Jan Pazourek, Generaldirektor der NÖ Gebietskrankenkasse, und die Allgemeinmediziner Karoline Rieck, Robert Grubmüller und Martin Ruttner (v.l.n.r.). Foto: © NLK Reinberger

„Das neue Primärversorgungszentrum in Schwechat ist ein weiterer wichtiger Mosaikstein für die Gesundheitsversorgung, ein Vorzeigemodell und ein Meilenstein im niederösterreichischen Gesundheitssystem“, sagte Landesrat Martin Eichtinger in seiner Funktion als NÖGUS-Vorsitzender bei der offiziellen Eröffnung des Primärgesundheitszentrums in Schwechat.

Vor dem Hintergrund, dass die Einwohnerzahl Niederösterreichs bis 2050 von 1,6 auf 1,9 Millionen Einwohner anwachsen werde und das Lebensalter bereits jetzt durchschnittlich 81 Jahre betrage, sei das finanzielle Engagement des Landes und der NÖ Gebietskrankenkasse, bis zum Jahr 2021 in Niederösterreich insgesamt 14 derartige Gesundheitszentren zu etablieren, Teil der intensiven Bemühungen, den Niederösterreichern das beste Gesundheitssystem bieten zu können, meinte Eichtinger.

„Ein Primärversorgungszentrum mit professionellem Management bietet ein umfassendes und wohnortnahes Gesamtpaket und stellt gemeinsam mit den Hausärzten die erste Anlaufstelle dar. Es entlastet die Ambulanzen in den Spitälern und verringert die dortigen Wartezeiten, hat sich der Andrang in den Ambulanzen doch in den letzten 20 Jahren verdoppelt. Zudem bedeutet ein Gesundheitszentrum auch Arbeitsplätze für und Wertschöpfung in der Region“, so der Landesrat.

Jan Pazourek, Generaldirektor der NÖ Gebietskrankenkasse, betonte, dass Niederösterreich das erste Bundesland sei, das nicht nur Modellvereinbarungen, sondern einen generellen Vertrag zur Errichtung der Gesundheitszentren bzw. Netzwerke im ruralen Bereich mit verschiedenen Standorten unterzeichnet habe.

Christoph Reisner, Präsident der NÖ Ärztekammer, sprach von einem Erfolg dieses neuen und innovativen Projektes nach anfänglicher Skepsis im niedergelassenen Bereich und unterstrich, dass das Arbeiten im Team Vorteile auch im Interesse der Patienten bringe.

Nach Böheimkirchen und St. Pölten/Harland ist Schwechat das dritte Primärversorgungszentrum in Niederösterreich. Es hat ganzjährig 50 Wochenstunden lang von Montag bis Freitag zwischen 7 und 19 Uhr geöffnet und beherbergt eine Ärztin und zwei Ärzte der Allgemeinmedizin, Ordinationsassistenz, diplomiertes Gesundheits- und Krankenpflegepersonal sowie eine Diätologin, eine Ergotherapeutin, eine Psychotherapeutin und eine Sozialarbeiterin. Bis zum Endausbau wird das Team noch durch Vertreter aus den Bereichen Logopädie und Physiotherapie verstärkt.