Erste Kremser Demenz-Konferenz abgehalten

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Sozial-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister, Univ.-Prof. Michael Brainin (Leiter - Department für Klinische Neurowissenschaften und Präventionsmedizin an der Donau Uni Krems), Univ.-Prof. Stefanie Auer (Organisatorin der Konferenz und Leiterin - Fakultät für Gesundheit und Medizin an der Donau Uni Krems)

LR Teschl-Hofmeister: Derzeit rund 22.000 Menschen in NÖ von Demenz betroffen

Krems. In dieser Woche fand in Krems auf Einladung des Departments für Klinische Neurowissenschaften und Präventionsmedizin die erste Kremser Demenz-Konferenz statt. Internationale Expertinnen und Experten tauschten sich drei Tage lang intensiv zum Krankheitsbild Demenz aus. Leitthema der Konferenz war die Früherkennung von Demenzerkrankungen und die Bewusstseinsbildung in der Bevölkerung. „Derzeit gibt es in Niederösterreich rund 22.000 Menschen, die von Demenz betroffen sind. Bis zum Jahr 2050 wird sich die Zahl aufgrund der steigenden Lebenserwartung laut Prognosen verdoppeln“, hält Sozial-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister in ihrer Eröffnungsrede fest.

Das Nachlassen von Gedächtnis und Leistungsfähigkeit des Gehirns oder anhaltenden Gedächtnis- oder Wortfindungsstörungen und Verhaltensstörungen, können auf eine demenzielle Krankheit hinweisen und sollten daher unbedingt ärztlich abgeklärt werden. Nur nach einer ärztlichen Diagnose kann die richtige Therapie erfolgen, die die Lebensqualität der Betroffenen essentiell verbessert. „In Niederösterreich gibt es ein großes Netzwerk an Organisationen und Institutionen, die sich mit Demenz beschäftigen. Von speziell geschulten Hausärzten über die mobilen Dienste oder auch die Landeskliniken bis hin zu unseren Pflege- und Betreuungszentren, wo es ebenfalls Demenzschwerpunkte gibt“, erklärt die Sozial-Landesrätin.

Dennoch, die Diagnoserate der demenziellen Erkrankungen liegt in Österreich nur bei 20 bis 30 Prozent, in manchen osteuropäischen Ländern könnte der Prozentsatz sogar noch geringer sein. So wurden im Rahmen der Konferenz auch die Zusammenarbeit unter den Ländern und eine gemeinsame Konzeptentwicklung diskutiert. In Niederösterreich sei man gut aufgestellt, aber natürlich ist man auch hier stetig darum bemüht, das Angebot weiter auszubauen. „Ab dem ersten Quartal 2020 wird auch das Angebot, das bisher nur in der Pilotregion NÖ Mitte in Anspruch genommen werden konnte, landesweit ausgerollt und damit flächendeckend in NÖ zur Verfügung stehen. Es werden kostenlose Einzelberatungen zu Hause angeboten und eine spezielle Veranstaltungs-Serie abgehalten. Mit der Veranstaltungsreihe sollen Interessierte dazu eingeladen werden, sich mit dem Krankheitsbild der Demenz verstärkt auseinanderzusetzten, um im Fall der Fälle über die Angebote und Hilfeleistungen hierzulande Bescheid zu wissen“, so Teschl-Hofmeister.

Foto: Donau Universität Krems

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