Europäisches Vorzeige-Freiwilligenprojekt in den NÖ Pflege- und Betreuungszentren

1004
Enora Cloarec mit Bewohnerinnen beim Kartenspielen im Pflege- und Betreuungszentrum Gloggnitz

LR Teschl-Hofmeister: „Junge Freiwillige aus Europa stehen als Sinnbild für Verantwortung und Solidarität während dieser schwierigen Zeit“

Bereits seit Ende 2019 sind fünf junge Freiwillige aus Europa im Rahmen des Europäischen Solidaritätskorps (ESK) als Teil der Pflege- und Betreuungsteams in den niederösterreichischen Pflege- und Betreuungszentren Mödling, Gloggnitz und Herzogenburg im Einsatz.

Das europäische Vorzeige-Freiwilligenprojekt ‚Intergenerationell Lernen Erleben‘ bringt in Zeiten der Krise und der notwendigen Besuchsregelungen zusätzlich Abwechslung für die Bewohnerinnen und Bewohner der Pflege- und Betreuungszentren. Die Aufgabe der Jugendlichen ist es, die Teams vor Ort in der täglichen Arbeit zu unterstützen. „Dabei sind die aus Spanien, Lettland, Slowenien und Frankreich stammenden jungen Damen vor allem in der Alltagsbegleitung und der Freizeitgestaltung tätig. Gerade nach den letzten Wochen, in denen aufgrund der Corona-Pandemie Besuche nur unter genauen Auflagen möglich sind, stellen die jungen Freiwilligen eine willkommene Abwechslung dar. Sie bringen ihre kreativen Talente und vor allem viel menschliche Begegnungsqualität ein“, erklärt Sozial-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister.

Sicherheitsvorkehrungen ermöglichen vermehrte Besuche in Heimen

Mit Beginn der COVID-19-Pandemie im März ist auch im Pflege- und Betreuungsalltag vieles anders geworden. Die Arbeit ist mehr denn je von umfassenden Sicherheitsvorkehrungen geprägt und auch für die Bewohnerinnen und Bewohner hat sich einiges geändert. „Während unserer Arbeit tragen wir Gesichtsmasken und halten entsprechenden Abstand zu den Bewohnerinnen und Bewohnern, aber auch zu den Kolleginnen und Kollegen“, berichtet Enora aus Frankreich, die im PBZ Gloggnitz ihren ESK Freiwilligendienst absolviert. „Wir sind bei unserem täglichen Tun alle sehr vorsichtig.”

„Unsere jungen Freiwilligen aus Europa stehen als Sinnbild für Verantwortung und Solidarität während dieser schwierigen Zeit“, sagt Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister, „denn nur durch die gemeinsame Unterstützung aller, ist diese Krise zu bewältigen. Daher freue ich mich umso mehr, dass wir nun weitere Schritte in Richtung einer neuen Normalität gehen können und wieder kontrolliert Besuche in den Heimen zulassen können.“

Zurück nach Hause wollen die jungen Freiwilligen vorerst nicht, da sie sich in Österreich sicher fühlen und trotz der Einschränkungen einen stressfreien Alltag erleben. Begleitet und unterstützt werden sie in dieser ungewöhnlichen Phase von ihren MentorInnen vor Ort sowie den ExpertInnen der Jugend:info NÖ.

Foto: PBZ Gloggnitz