„Feschak im Sporttrimm“

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AUTOTEST Kia ProCeed GT 1.6 T-GDI ISG DCT7

Normalerweise polarisiert die Silhouette eines Shooting-Brakes extrem. Was dem einen besonders gut gefällt, finden die anderen als Schickimicki-Kombi. Aber Kia schafft mit dem ProCeed den Spagat: Ein Shooting-Brake, der jeden anspricht. Das Platzangebot für fünf Erwachsene und im Kofferraum ist mehr als üppig. Wir testeten ausführlich die Topvariante Kia ProCeed GT.

Zur Info: Der ProCeed ist neben dem normalen Ceed und der Kombiversion SW (Sportwagon) die dritte Karosserievariante des Kia Kompaktwagens. Eine weitere Modellversion steht übrigens bereits in den Startlöchern: der neue Kia XCeed wurde dieser Tage als Weltpremiere präsentiert – eine Mischung aus Crossover und SUV.

Unseren sportlichen Testkandidaten gibt es ausschließlich in den Ausstattungslinien GT-Line und GT, wobei der GT nur mit der Topmotorisierung als 204 PS Benziner erhältlich ist. Der ProCeed GT hat natürlich als Topmodell innen und außen bereits serienmäßig alles inklusive: Sportsitze mit Echtlederapplikation, Voll-LED-Scheinwerfer, 8 Zoll Navigationssystem, JBL Soundsystem, Lenkradheizung, Smart Key mit Startknopf, Smart Parking Assist System, Glasschiebedach, Klappen-Doppelrohrauspuffanlage, 18 Zoll Leichtmetallfelgen usw. Außen gefallen besonders das üppige Schwellerwerk mit roten Abschlüssen vorne und seitlich, Innen sind rote Ziernähte an Sitzen und Seitenverkleidungen sehr ansprechend eingearbeitet.

Der ProCeed GT ist von außen ein gefälliger Shooting Brake, das sportlich abgeflachte Heck ist den Designern richtig gut gelungen. Wir finden: Mit den LED-Rückleuchten erinnert das Heck sogar an einen Porsche Panamera Sport Turismo. Im Innenraum findet man alle Schalter und Hebel an seinem gewohnten Platz, so wie wir es von einem „Ceed“ gewöhnt sind. Die GT-Sitze inklusive elektrischer Einstellung geben genug Seitenhalt, sportlich und bequem sind sie zugleich.

Das Topmodell mit 204 PS lässt sich dementsprechend sportlich bewegen, der mittels Sporttaste zuschaltbare Klappenauspuff unterstreicht auch akustisch nochmals die Fahrdynamik. Lenkung, Fahrwerk und das 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe sind perfekt abgestimmt – sportlich, knackig aber auch langstreckentauglich. Im Test genehmigte sich der Kia ProCeed GT zwischen 8,1 und 8,8 Liter. Durchaus gerechtfertigt, da wir nicht immer langsam unterwegs waren – dazu macht der Testkandidat beim forcierten Fahren viel zu viel Freude.

Fazit: Mit dem ProCeed ist es den Kia-Ingenieuren gelungen, das Thema Shooting Brake in der Kompaktklasse perfekt umzusetzen. Der Sport-Ceed sieht nicht nur außergewöhnlich gut aus, sondern bietet dazu auch viel Platz (für einen Shooting Brake) sowohl im Fonds als auch im Kofferraum (594 bis 1.445 Liter Volumen). Mit 204 PS und Klappenauspuff kommt bei keiner Ausfahrt der Spaß zu kurz. Der von uns getestete KIA ProCeed GT mit 7-Gang-Doppelkupplungsautomatikgetriebe kostet Listenpreis 42.190 Euro. Wir finden den Preis passend, weil Kia mit dem ProCeed GT „sehr viel Auto“ dafür bietet. Übrigens: Den ProCeed gibt es derzeit auch als Sondermodell GT-Line Austria Edition bereits ab 26.890 Euro, inklusive der von Kia angebotenen sieben Jahre Garantie.

Technische Daten
Kia ProCeed GT 1.6 T-GDI ISG DCT7
Hubraum 1591 ccm
Leistung 150 kW/204 PS
Beschl. 0-100 km/h 7,7 Sek.
Höchstgeschwindigkeit 225 km/h
Verbrauch komb. 6,2 l/100 km
CO2-Emission 142 g/km
Listenpreis Kia ProCeed ab 33.090 Euro

 

Fotos: slz