Langsam aber mit sicheren Schritten zieht der Herbst ins Land. Doch schon jetzt gilt es, für die ersten, bunten Farbtupfer im kommenden Frühjahr vorzusorgen. Es ist an der Zeit Blumenzwiebeln in die Erde zu betten, damit die Frühlingsboten im Lenz mit üppiger Farbenpracht erwachen. Als zauberhafter Blickfang für Balkon und Terrasse oder als bunter Willkommensgruß vor der Haustüre, können verschiedene Blumenzwiebelarten etagenweise nach der „Lasagne Methode“ in einem Topf kombiniert werden. Die ersten Blüten im Jahr vertreiben rasch die eisige Winterstimmung und dienen auch Wildbienen als erste wertvolle Nahrungsquelle.

„Die Zwiebeln dienen den Pflanzen als unterirdische Speicherorgane, in welchen Reservestoffe vor allem in Form von Stärke eingelagert sind. Da Zwiebelpflanzen besonders empfindlich gegen Staunässe sind, ist eine Drainageschicht bei Topfpflanzungen unbedingt empfehlenswert“, erklärt Katja Batakovic, fachliche Leiterin von „Natur im Garten“.

Wählen Sie einen Blumentopf von mindestens 50 Zentimetern Durchmesser, gerne auch mehr, welcher über ein Abzugsloch verfügt. Legen Sie eine gewölbte Tonscherbe über das Bodenloch, befüllen Sie das Gefäß fünf Zentimeter hoch mit Blähton und decken Sie die Schicht mit dünnem Gartenvlies ab. Mischen Sie als Pflanzsubstrat 2/3 torffreie Bio-Blumenerde mit 1/3 grobkörnigem Quarzsand und einer Handvoll Hornspäne und füllen Sie dieses etwa 15 Zentimeter hoch ein. Platzieren Sie nun mittig als Highlight eine rot, gelb oder orange blühende Kaiserkrone. Bedecken Sie im Folgenden die Zwiebeln jeder Lage vollständig mit Substrat, so entsteht Schicht für Schicht die Pflanzenlasagne. In der nächsten Etage werden rund um die Kaiserkrone 10 Tulpen platziert, z.B. eine Darwin Hybride in passender Farbe wie die Sorten „Beauty of Apeldoorn“ oder „Golden Apeldoorn“. Stockwerk Nummer drei bilden kleinblütige, niedrigwachsende Narzissen wie z.B. „Jetfire“, die am besten „auf Lücke“ zu den darunterliegenden Tulpenzwiebeln gelegt werden. Den Abschluss bildet ein gemischtes Duo aus Traubenhyazinthen und Krokus, die großflächig bedeckend, locker auf die Erde gestreut werden. Sie sollten etwa zweimal so tief, wie die Zwiebeln hoch sind, unter der Oberfläche zu liegen kommen. Gießen Sie gut an und stellen Sie den Topf, mit gesundem Laub gemulcht, geschützt und kühl auf. Bei langen Frostperioden sollte der Topf in eine kalte Garage, oder eingepackt an einen gut geschützten Platz an der Hausmauer, übersiedeln.

Foto: Sunny studio / stock.adobe.com