Großes Potenzial für länderübergreifenden Gartentourismus

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Reinhard Kittenberger, Obmann DIE GÄRTEN NIEDERÖSTERREICHS, Pavla Pelánová, Geschäftsführerin Tourismuszentrale Südmähren, Claudia Bauer-Krösbacher, Studiengangsleiterin „Tourism and Leisure Management“ an der IMC Fachhochschule Krems, Christa Lackner, Geschäftsführerin „Natur im Garten“, Christoph Madl, Geschäftsführer Niederösterreich-Werbung und Sophie Koschitz, Projektmitarbeitin Department of Business an der IMC Fachhochschule Krems. Foto: Natur im Garten
Im Rahmen des grenzüberschreitenden Interreg Projektes „GrünRaum“ haben sich Partner aus Niederösterreich, Südmähren und Vysočina zusammengeschlossen, um das touristische Potenzial an erlebbaren Gärten und Parkanlagen in der Projektregion zu erheben und das gemeinsame Angebot zusammenzufassen. In den vergangenen drei Jahren entstand ein grenzübergreifendes Netzwerk an Gärten, historischen Parkanlagen und Grünräumen mit gegenseitigem Wissens- und Erfahrungsaustausch. Dabei wurden Gemeinsamkeiten und Besonderheiten im materiellen und immateriellen Natur- und Kulturerbe in den jeweiligen Regionen erfasst und in Form von Geschichten aufbereitet.

Foto: Niederösterreich-Werbung/Rita Newman
In Niederösterreich beschäftigt sich der 2007 gegründete Verein „Die Gärten Niederösterreichs“ mit einer umweltbewussten, gesunden und nachhaltigen Entwicklung der Besuchergärten in Niederösterreich. „Unsere beiden Kernziele sind die Positionierung des Landes Niederösterreich im internationalen Gartentourismus und die Vermittlung der ökologischen Gartenideologie“, so Reinhard Kittenberger, Obmann von „Die Gärten Niederösterreichs“, der den nachhaltigen Nutzen des Interreg Projektes GrünRaum hervorhebt: „Dieses Projekt gab uns die Chance, voneinander zu lernen, neue Impulse zu setzen sowie die Besucherinnen und Besucher auf das Angebot in der grenzüberschreitenden Projektregion aufmerksam zu machen.“
Christoph Madl, Geschäftsführer der Niederösterreich-Werbung, hebt die hervorragende Entwicklung Niederösterreichs Tourismus hervor: „Mit grenzüberschreitenden Projekten, wie der Pop-Up Garten eines war, versuchen wir unser Gartenangebot auch in Zukunft attraktiv zu halten und innovative Wege einzuschlagen.“ Die Tschechische Republik hat sich zu einem der wichtigsten Auslandsmärkte für Niederösterreich entwickelt. So haben sich in den vergangenen 10 Jahren die Nächtigungen tschechischer Gäste mehr als verdoppelt. „2018 haben wir 136.000 Nächtigungen von Touristen aus Tschechien registriert.“
„Unsere langfristige Motivation besteht darin, das wachsende Interesse am natürlichen und kulturellen Reichtum historischer Gärten und Parks zu nutzen und deren großes Potenzial dafür einzusetzen, um einen nachhaltigen grenzüberschreitenden Tourismus zu entwickeln“, so Pavla Pelánová, Geschäftsführerin der Tourismuszentrale Südmähren.
Als wissenschaftlicher Projektpartner brachte hier die IMC Fachhochschule Krems ihre Expertisen ein und analysierte unter anderem Profile und Anforderungen verschiedener Typen von Gartenbesucherinnen und Gartenbesuchern. Auf Grundlage dieser Erkenntnisse entstand ein Handbuch mit Qualitätskriterien, welches als Basis für weitere Produktentwicklungen dient. „Mit diesem Handbuch geben wir eine Anleitung, wie die Erlebnisqualität der Gärten und Parkanlagen gesteigert und der Gartentourismus nachhaltig als Wirtschaftsfaktor weiter ausgebaut werden kann“, so Claudia Bauer-Krösbacher, Studiengangsleiterin „Tourism and Leisure Management“ an der IMC Fachhochschule Krems.