Landesrat Ludwig Schleritzko und NÖ Straßenbaudirektor Josef Decker zogen Bilanz über den Winterdienst 2018/2019. Foto: © NLK Filzwieser

Landesrat Ludwig Schleritzko und NÖ Straßenbaudirektor Josef Decker zogen in der Straßenmeisterei St. Pölten West eine erfolgreiche Bilanz über den NÖ Winterdienst 2018/2019.

„Mit 31. März hat der Winterdienst offiziell geendet“, sagte der Landesrat. „Mein Dank gilt allen 1.500 Mitarbeitern für ihre Einsatzbereitschaft und ihre große Professionalität“, so Schleritzko. „Insgesamt waren in dieser Saison 114 Winterdiensttage zu verbuchen. 49 Schneefalltage bzw. 117 Zentimeter durchschnittliche Schneefallmenge bedeuteten ein Plus von sieben Prozent bzw. ein Plus von 48 Prozent im Vergleich zu normalen Wintern“, informierte er. „Aufgrund von Lawinengefahr waren Anfang Jänner zwölf Straßen gesperrt. Aber auch andere Wetterereignisse hielten das Team auf Trab, Baumbruch in Folge von Sturm führte Anfang März zu sechs Straßensperren“, betonte Schleritzko und erinnerte in diesem Zusammenhang auch an die Schneemassen am Hochkar. „Die Mitarbeiter des Straßendienstes waren hier im Katastropheneinsatz. Drei der leistungsstärksten Schneefräsen halfen, die Hochkar-Alpenstraße von den Schneemassen zu befreien“, hielt er fest.

„Während des Winterdienstes waren 360 Fahrzeuge des Straßendienstes, sowie 305 angemietete Lastkraftwagen, im Einsatz“, führte der Landesrat aus. „Insgesamt wurden 66.000 Tonnen Salz und 167.000 Tonnen Splitt eingesetzt. Es wurden 700 Kilometer Schneezäune aufgebaut und abgebaut. Dazu sind noch 500.000 Schneestangen als Orientierungshilfen gekommen, die aufgebaut bzw. wieder abmontiert wurden. Die Streumittel werden nun wieder aufgefüllt und die Räumpläne und Streupläne für die nächste Wintersaison evaluiert“, betonte er.

„2018 war das Jahr mit der zweitniedrigsten Zahl an Verkehrstoten. Um weiterhin ein möglichst hohes Maß an Sicherheit zu gewährleisten, hat der Straßendienst das Pilotprojekt ‚Sommereinsatzbereitschaft‘ in den Regelbetrieb übernommen“, so Schleritzko. Damit seien auch abseits des Winterdienstes in allen 58 Straßenmeistereien 24 Stunden am Tag Ansprechpartner für die Blaulichtorganisationen verfügbar. „Bei der Sommereinsatzbereitschaft wurden im Vorjahr für 1.942 Einsätze knapp 2.500 Stunden aufgewendet,“ sagte er und verwies auf die Arbeiten rund um verlorenes Ladegut, Ölflecken auf den Straßen, etc.

„Der Straßendienst rechnet heute damit, dass es am Feistritzsattel zu Schneefall kommen wird, hier steht uns wahrscheinlich ein Einsatz bevor. Und man sieht daran, dass wir in speziellen Situationen immer einsatzbereit sind“, sprach der Landesrat abschließend noch einen aktuellen Aspekt an.

Straßenbaudirektor Decker ergänzte: „Der NÖ Straßendienst betreut rund 6.300 Kilometer Landesstraßennetz mit Salz. Uns ist beim Winterdienst ein möglichst sorgsamer Mitteleinsatz wichtig, um die Umwelt zu schonen. Das ist uns mit einer speziellen Streusalztechnik gelungen, wodurch rund 20 Prozent Salz eingespart werden können. Diese Feuchtsalzstreuung bringt eine deutliche Verbesserung für die Natur mit sich.“