Hochschulstrategie Niederösterreich 2025

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Landesrat Martin Eichtinger, Landesrat Gottfried Waldhäusl, LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf, Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister, Landesrätin Petra Bohuslav, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Landesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig, LH-Stellvertreter Franz Schnabl und Landesrat Ludwig Schleritzko

Die Eckpunkte einer „Hochschulstrategie Niederösterreich 2025“ standen im Zentrum der gemeinsamen Klausur aller Mitglieder der Niederösterreichischen Landesregierung, die in den Räumen der Donau-Universität in Krems stattfand.

„Bildung, Ausbildung und Weiterbildung, in Kombination mit Forschung und Wissenschaft, sind der Nährboden für die Weiterentwicklung des Bundeslandes Niederösterreich“, betonte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner in einer an die gemeinsame Klausur anschließenden Pressekonferenz. In Summe gäbe es aktuell in Niederösterreich vier Fachhochschulen, eine öffentliche Universität für Weiterbildung, vier Privatuniversitäten, zwei Pädagogische Hochschulen und drei Theologische Hochschulen: „Das sind insgesamt 14 tertiäre Bildungseinrichtungen mit einem sehr vielfältigen Angebot, das auch sehr gut angenommen wird. In den letzten zehn Jahren hat sich die Anzahl der Studierenden verdoppelt, derzeit gibt es an diesen 14 Standorten rund 21.650 Studierende.“

Um auch weiterhin erfolgreich zu sein, wolle man sich „nachhaltig entwickeln“, und dazu wolle man mit der Hochschulstrategie eine ganz klare Zielsetzung verfolgen, so Mikl-Leitner: „Wir sehen Niederösterreich im Jahr 2025 als attraktiven, gut sichtbaren und überregional vernetzten Hochschulstandort.“ Um dieses Ziel zu erreichen, gehe es auch darum, die Entwicklung des Hochschulstandortes „in Zusammenhang zu bringen mit den Themen der Zeit“, betonte sie, und nannte als Beispiele die demografische Entwicklung, das Thema Gesundheit oder auch die Digitalisierung. Mit der Entwicklung der Hochschulstrategie 2025 wolle man daher drei Stoßrichtungen verfolgen. Die erste Stoßrichtung betreffe Wachstum, Qualität und Durchlässigkeit des Studien- und Bildungsangebotes, die zweite den Ausbau von Forschung und Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses und die dritte die Stärkung der Zusammenarbeit zwischen Bildung, Wirtschaft und Gesellschaft.

Als ein Beispiel für die geplanten Schritte und Maßnahmen innerhalb dieser drei Stoßrichtungen sprach die Landeshauptfrau u. a. das Konzept der so genannten „Brückeneinstiegskurse“ an. Diese sollen als Alternative zur Berufsreifeprüfung die Durchlässigkeit zwischen Lehre und Hochschulen verbessern, indem sie nach einer Lehre die Möglichkeit geben sollen, sich beruflich – etwa an einer Fachhochschule -weiter zu entwickeln.

In Niederösterreich sei in den vergangenen Jahren in den Bereichen Forschung, Innovation und Technologie sehr viel passiert, hielt LH-Stellvertreter Franz Schnabl im Zuge seiner Stellungnahme fest. Auch in Zukunft gehe es um einen „ganz starken Fokus“ auf Forschung und Entwicklung: „Alle Parteien sind sich einig, in diesem Bereich die Strategie mit Nachdruck weiter zu entwickeln.“

Von einer „guten Struktur“ und einer „soliden Basis“ sprach auch Landesrat Gottfried Waldhäusl. Es sei wichtig, „gemeinsam wesentliche Ziele festzulegen“ und „eine Strategie zu entwickeln“, um „Antworten zu geben auf Entwicklungen und Veränderungen in Wirtschaft und Gesellschaft“. Damit wolle man „zur richtigen Zeit das Richtige machen“, so Waldhäusl.

Foto: NLK Burchhart