Impf-Info-Kampagne 2019 setzt auf individuelle Beratung

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Dr. Irmgard Lechner u. LR Ulrike Königsberger-Ludwig

Wer impfen geht, schützt sich nicht nur selbst, sondern auch andere!

„Erst vor wenigen Wochen nahm die Weltgesundheitsorganisation die mangelnde Impfbereitschaft in die Liste der globalen Gesundheitsbedrohungen auf“, rief NÖ Gesundheitslandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig am heutigen Mittwoch bei einem Pressegespräch in Erinnerung, wo sie gemeinsam mit Sanitätsdirektorin Dr. Irmgard Lechner die Schwerpunkte für die diesjährige Impf-Info-Kampagne im Bundesland NÖ präsentierte.

„Impfen ist momentan in der Öffentlichkeit ein großes Thema“, hielt LR Königsberger-Ludwig zu Beginn fest. Vor allem sei eine gewisse Impfmüdigkeit spürbar, die aktuell um sich greife. Dies berge jedoch Gefahren in sich, denn dadurch könnten ernsthafte Krankheiten rasch ein Comeback feiern, sagte Königsberger-Ludwig: „Das Gesundheitsressort des Landes wird deshalb mit verstärkter Aufklärungsarbeit und niederschwelligen Beratungsangeboten im Zuge der Kampagne ‚Darum Impfen‘ entgegenwirken.“

Heuer werde man vor allem bei Messen und Gesundheitstagen, wie jenen der NÖ Gebietskrankenkasse, mit einem eigenen Impf-Info-Stand vertreten sein und individuelle Impfberatungen anbieten, informierte Königsberger-Ludwig. Ärztinnen und Ärzte werden in diesem Rahmen Auskunft über empfohlene Impfungen und über notwendige Auffrischungen geben. Voraussetzung für die individuelle Beratung sei allerdings die Mitnahme der eigenen Impfdokumente. „Erstmals wird es die Möglichkeit bei der niederösterreichischen Seniorenmesse am 14. und 15. Februar im VAZ St. Pölten geben. Informationen zu weiteren Terminen sind auf der neu gestalteten Impf-Info-Homepage, www.darum-impfen.at, erhältlich, die ebenso ab 14. Februar zur Verfügung stehen wird“, erklärte Königsberger-Ludwig.

Auch seien speziell zugeschnittene Infomaterialien, z.B. für Eltern von Säuglingen, Schwangere, ältere Menschen etc., in Vorbereitung, führte Königsberger-Ludwig aus. Diese werden einerseits an alle Partner im Gesundheitswesen versandt, andererseits auf der Impf-Info-Homepage abrufbar sein. Parallel dazu erwartet sich Königsberger-Ludwig auch im Zusammenhang mit dem elektronischen Impfpass und dem dadurch möglich werdenden Einladungs- und Recall-System höhere Impfraten. „Schon im Herbst 2019 werden im Zuge eines Pilotprojektes rund 30 niedergelassene Kinderärzte und Ärzte der Allgemeinmedizin an den E-Impfpass angebunden. Nach der Evaluierung des Projektes ist ab dem Jahr 2021 die österreichweite Ausrollung des E-Impfpasses vorgesehen“, freut sich die Gesundheitslandesrätin.

Zudem erhielten weitere Forderungen, wie die verpflichtende Impfberatung im Mutter-Kind-Pass oder die Ausweitung des umfassenden Impf- oder Immunitätsnachweises bei Neuaufnahmen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Bereich der Gesundheitsberufe, ihre Unterstützung. „Beide Maßnahmen wären wichtige Impulse, um Impflücken zu schließen und den notwendigen sogenannten Herdenschutz zu gewährleisten“, ist sich Königsberger-Ludwig sicher.

Sanitätsdirektorin Dr. Irmgard Lechner fügte hinzu, dass Schutzimpfungen zu den wichtigsten und wirksamsten präventiven Maßnahmen in der Medizin gehörten, um sich vor gefährlichen Krankheiten zu schützen. „Viele Infektionskrankheiten werden heute unterschätzt, obwohl es keine wirksame Behandlung gibt. Wer hingegen umfassend geschützt sein möchte, muss zeitgerecht mit dem Impfen beginnen. Denn Impfen schützt sowohl das Individuum als auch die Gemeinschaft“, so Dr. Lechner.

Foto: Anton Heinzl

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