Informationsveranstaltung zu geplanter Zitronensäurefabrik

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Beim Informationsabend zum geplanten Zitronensäurewerk der Firma Jungbunzlauer im Stadtsaal Melk: Bürgermeister Patrick Strobl (v. l.), Stadträtin Ute Reisinger, Gemeinderat Gerhard Schuberth und die Vertreter der Firma Jungbunzlauer, Rechtsanwalt Peter Krömer, Projektmanager Robert Edlauer, Vize-Präsident Produktion Josef Gass, Rechtsanwältin Kahtarina Huber und Landschaftsplaner Robert Zideck.

Auf einer bis zu 40 Hektar großen Fläche in Bergern in der Gemeinde Zelking-Matzleinsdorf plant die Firma Jungbunzlauer eine Produktionsanlage für Zitronensäure. Bei einer von Umweltstadträtin Ute Reisinger einberufenen Bürgerinformationsveranstaltung im Melker Stadtsaal betonten Vertreter der Betreiberfirma, dass keine Belastungen von Geruch, Licht, Lärm und Feinstaub im Gemeindegebiet von Melk zu erwarten sind. Durch Wasserentnahme und Rückführung in die Donau soll es ebenfalls keine Beeinträchtigung geben. Grundwasser wird für die Produktion nicht entnommen.

Anwesende Gegner des Projektes zweifelten diese Sachverhaltsdarstellung an und äußerten wie bereits in Veranstaltungen in den Standortgemeinden Matzleinsdorf-Zelking sowie Leiben ihre Bedenken.

Bürgermeister Patrick Strobl verwies auf die voraussichtlich im Sommer öffentliche Auflage der detaillierten Unterlagen von 28 Sachverständigen in der Umweltverträglichkeitsprüfung in den Standortgemeinden. „Wir wollen, dass die Bürger der Stadtgemeinde Melk sachliche Informationen vom Projektwerber erhalten“, so Strobl, „Für uns stellt sich die Frage, welche Auswirkungen könnten unsere Stadtgemeinde treffen. Sollte sich herausstellen, dass es dennoch zu Geruchsbelästigungen kommen könnte, werden wir uns auf alle Fälle zu Wort melden.“

Stadträtin Ute Reisinger informierte über den Beschluss in den Ausschüssen der Stadtgemeinde: „Sobald die öffentliche Auflage stattfindet, werden die Unterlagen durch die Gemeinde überprüft und den heute präsentierten Informationen gegenübergestellt. In den Ausschüssen wird die weitere Vorgehensweise erarbeitet und gegebenenfalls erforderliche Maßnahmen dem Stadtrat empfohlen.“

Foto: Presse & Foto Franz Gleiß