Jehovas Zeugen: Aktiv aus dem Tief

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Jennifer kann sich über nichts mehr freuen. Sie weint jeden Tag — ohne erkennbaren Grund und unkontrollierbar. Sie meidet Menschen und isst kaum noch. Sie hat Schlaf- und Konzentrationsschwierigkeiten. Jennifer fragt sich: „Was ist mit mir los? Werde ich jemals wieder ich selbst sein?“

Mark war immer ein Musterschüler. Aber jetzt hasst er die Schule und seine Zensuren werden immer schlechter. Früher hat er Sport geliebt, aber jetzt fehlt im dafür die Energie. Seine Freunde wundern sich. Seine Eltern machen sich Sorgen.

Fühlst du dich oft so wie Jennifer oder Mark? Wenn ja, was kannst du tun? Du könntest es mit diesen beiden Möglichkeiten versuchen:

A. Versuch, alleine damit klarzukommen
B. Sprich mit einem Erwachsenen, dem du vertraust

Möglichkeit A erscheint vielleicht erstmal gut, besonders, wenn dir nicht nach Reden zumute ist. Aber ist das eine kluge Entscheidung? Stell dir vor, du hast dich in einer gefährlichen Gegend verlaufen. Es ist dunkel und an jeder Ecke lungern gefährliche Leute herum. Was würdest du tun? Du könntest versuchen, dich alleine zurechtzufinden. Aber wäre es nicht schlauer, du würdest jemand, dem du vertraust, um Hilfe bitten?

Depressionen sind wie diese gefährliche Gegend. Natürlich gibt es auch Phasen der Traurigkeit, die von selbst wieder verschwinden. Aber bleiben deine traurigen Gefühle für längere Zeit bestehen, dann ist es besser, um Hilfe zu bitten.

Möglichkeit B — mit deinen Eltern oder einer Vertrauensperson zu sprechen — hat folgenden Vorteil: Du kannst von den Erfahrungen eines Menschen profitieren, der es geschafft hat, mit schwierigen Gefühlen zurechtzukommen.

Vielleicht denkst du: „Meine Eltern haben keine Ahnung, wie es ist, sich so zu fühlen!“ Aber bist du dir da sicher? Auch wenn die Probleme, die sie als Teenager hatten, anders waren als deine, hatten sie vielleicht die gleichen Gefühle. Die Chancen stehen gut, dass sie einen Ausweg kennen.

Auf den Punkt gebracht: Wenn du mit deinen Eltern oder einem Erwachsenen, dem du vertraust, über deine Gefühle sprichst, dann wirst du bestimmt gute Tipps bekommen.

Weitere Informationen von unserem Redakteur Franz Michael Zagler unter der Telefonnummer 0676/637 84 96.