Jehovas Zeugen sorgen für virtuelle Gefängnisseelsorge im Lockdown

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Staatsgefängnis in Vacaville (Kalifornien) Foto: © jw.org

Eine Rettungsleine für Häftlinge im Lockdown

Der Bericht über die virtuelle Gefängnisseelsorge im Staatsgefängnis in Vacaville (Kalifornien) begeistert die Mitglieder der Zeugen Jehovas in Niederösterreich.

Durch die Covid-19-Pandemie wurden alle Besuche in den Gefängnissen der Vereinigten Staaten verboten. Für tausende Insassen bedeutete das, keine Literatur mit biblischem Trost mehr zu erhalten. Auch Bibelkurse vor Ort waren nicht mehr möglich. Viele Gefangene sahen gerade die Seelsorgebesuche von Jehovas Zeugen als Rettungsleine, die jetzt abgeschnitten wurde.

Die Herausforderung bestand darin, weiter für den Trost aus der Bibel zu sorgen und Bibelkurse stattfinden zu lassen, und gleichzeitig die geltenden Schutzbestimmungen einzuhalten.

Herr Micah Seierstad, Gefängnisseelsorger der Zeugen Jehovas startete einen Versuch. Er kontaktierte das Gefängnispersonal in Vacaville (Kalifornien) und bat um Erlaubnis, Videos von JW Broadcasting an das Gefängnis schicken zu dürfen. Zu seiner Überraschung bat das Gefängnispersonal um Videos, die sie in allen 33 Gefängnissen in Kalifornien zeigen wollten. Dadurch war es sogar möglich, das Programm des regionalen Sommerkongresses 2020 mit dem Motto „Freut euch immer“ in halbstündigen Abschnitten dreimal pro Tag zu zeigen und es so 130 000 Insassen zugänglich zu machen.

Auch äußerte das Personal eines Gefängnisses im Sarasota County (Florida) den Wunsch, den Häftlingen in diesen stressigen Zeiten Bücher zur Verfügung zu stellen, aus denen sie Trost schöpfen könnten. Jehovas Zeugen organisierten daraufhin 70 Bibeln und 30 Bücher in englischer und spanischer Sprache. Sie sorgten auch dafür, dass Bibelkurse per Videokonferenz durchgeführt werden konnten.

Ein Insasse schrieb seinem Bibellehrer: „Ich freue mich immer auf unsere Gespräche. Sie ermuntern mich, die Bibel zu lesen. Ich sehe die Zukunft jetzt in einem anderen Licht.“

Franz Michael Zagler Foto: privat

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Franz Michael Zagler
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