AUTOTEST Mercedes-Benz C 180 d T-Modell

Bereits im Vorjahr bekam die C-Klasse das jüngste Facelift von Mercedes spendiert. Obwohl über 6.500 Teile erneuert wurden, sieht man ihm die Veränderungen nicht an. Rein optisch war dies auch nicht nötig, denn die C-Klasse wirkt moderner denn je.

Neben geringen Modifikationen an der Fahrzeugfront, erhielt das Volumensmodell von Mercedes neu designte Scheinwerfer und Rückleuchten. Doch das wirklich neue spielt sich bei der Fahrzeugelektronik ab. Dort blieb kein Stein auf dem anderen. Die zahlreichen Assistenzsysteme wurden quasi neu aufgelegt und sind laut Mercedes nun auf dem Stand der S-Klasse. Auf Wunsch können diese im volldigitalem Kombiinstrument (virtuelles Display mit 12,3 Zoll) bedient werden. Ebenso gegen Aufpreis erhältlich ist ein hochauflösendes Media-Display in der Mittelkonsole mit 10,25 (!) Zoll Bildschirmdiagonale und einer Auflösung von 1.920 x 720 Pixeln.
Zum Thema Sicherheits- Assistenz: Wie bereits erwähnt verfügt die C-Klasse über die aktuellsten Fahrerassistenz-Systeme, sogar teilautomatisiertes fahren ist möglich. Außerdem nutzt die C-Klasse Karten- und Navigationsdaten für Assistenz-Funktionen. So kann der Aktive Abstands-Assistent DISTRONICals Teil des Fahrassistenz-Pakets den Fahrer in einer Vielzahl von Situationen streckenbasiert unterstützen und die Geschwindigkeit vorausschauend vor Kurven, Kreuzungen oder Kreisverkehren anpassen. Hinzu kommen als neue Funktionen des Aktiven Lenk-Assistenten ein intuitiv verständlicher Aktiver Spurwechsel-Assistent und der Aktive Nothalt-Assistent. Serienmäßig an Bord der neuen C-Klasse ist ein erweiterter Aktiver Brems-Assistent.
Nach dem Einsteigen fällt die Fahrertür satt ins Schloss, hochwertiges „Innenleben“ empfängt die Insassen – typisch „Stern“. Auch neue Motoren sind im Angebot. Gespannt starten wir unseren Testwagen mit dem neuen 1,6-Liter Dieselmotor, einer Leistung von 90kW/122 PS in Verbindung mit einem 9-Gang-Automatikgetriebe (9G-TRONIC). „300 Newtonmeter“ ist ein gewaltiges Drehmoment und sorgt für relaxtes Cruisen, wenngleich extrem sportliche Fahrer vielleicht zum C 220 d T oder C 250 d T Modell greifen sollten. An der Zapfsäule zeigte sich der Testwagen sehr knausrig: Verbräuche um 5 Liter Diesel (höchstens 6) sind erreichbar. Sehr wenig, wenn man zu fünft und Ladegut zügig unterwegs ist.

Fazit: Wir sind sicherlich voreingenommen gegenüber der Marke Mercedes-Benz –fahren wir unter anderem selbst im Redaktions-Fuhrpark zwei Fahrzeuge mit dem Stern im Kühlergrill (C 250d 4matic und CLA 250 Sport 4matic Shooting Brake). Trotzdem oder gerade deshalb waren wir vorab skeptisch, ob 122 PS ausreichen würden, das T-Modell der C-Klasse „halbwegs anständig“ zu bewegen. Umso überraschter waren wir, denn der Dieselmotor verrichtet wirklich gute Arbeit in der C-Klasse T-Modell. So wie wir es gewohnt sind, fährt sich der Mercedes laufruhig und komfortabel, ist präzise zu lenken und die 9-Gang-Automatik arbeitet „verdammt gut“. Das volldigitale Instrumenten-Display ist uns sofort „optisch“ ans Herz gewachsen – ein Muss bei jeder Neubestellung einer C-Klasse. Mit 1.510 Litern Gepäcksraumvolumen bei umgeklappten Rücksitzen spielt das T-Modell bei den ganz Großen seiner Klasse mit. Die neuen optionalen Multibeam Led Scheinwerfer sehen nicht nur genial aus, sondern leuchten umso besser: bis zu 600 Meter weit leuchtet die neue Technologie die Fahrbahn aus. Das T-Modell der C-Klasse passt wie ein Maßanzug. Diese Premiumqualität hat natürlich seinen Preis: der C 180 d Kombi kostet in der Basisversion knapp 40.000 Euro, mit ein paar (sinnvollen) Extras ist man dann schon gleich bei 50.000 Euro angelangt. Aber der C ist es Wert, jeden Euro!

Fotos: slz

Technische Daten
Mercedes C 180 d T-Modell 9G-TRONIC
Hubraum 1.598 ccm
Leistung 90 kW/122 PS
Beschl. 0-100 km/h 9,6 Sek.
Höchstgeschwindigkeit 201 km/h
Verbrauch komb. 4,6 l/100 km
CO2-Emission 122 g/km
Listenpreis Mercedes C 180 T-Modell ab 36.370 Euro