Kundenbefragung in den NÖ Pflege- und Betreuungszentren bringt Top-Werte

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Otto Huber (Leiter der Gruppe Gesundheit & Soziales beim Amt der NÖ Landesregierung), Sozial-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister und Birgit Starmayr (Market Institut Linz)

ST. PÖLTEN. Das Wissen um die Wünsche und Bedürfnisse sowie um die Zufriedenheit von Bewohnerinnen und Bewohner und deren Angehörigen ist ein zentraler Schlüssel zur stetigen Optimierung in der Pflege und Betreuung. Deshalb führt das Land Niederösterreich seit dem Jahr 2013 in regelmäßigen Abständen Zufriedenheitserhebungen in allen 48 NÖ Pflege- und Betreuungszentren (PBZ) durch. Die Ergebnisse der aktuellen Erhebung aus dem Jahr 2019, der ersten nach Abschaffung des Pflegeregresses, präsentierte Sozial-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister heute gemeinsam mit Birgit Starmayr vom Market Institut im Rahmen einer Pressekonferenz in St. Pölten. Der „Zufriedenheits-Indikator“ gesamt, das heißt über alle Häuser und alle Einzelbewertungen berechnet – hat sich bei den Bewohnerinnen und Bewohnern mit der Note 1,33 (2017: Note 1,36) weiter verbessert, die Angehörigen vergeben die gute Gesamtnote von 1,52 (2017: Note 1,53). Auch beim Indikator „Weiterempfehlung“ wurden die Ergebnisse auf bereits hohem Level bestätigt: Unverändert hoch würden 95 Prozent der Bewohnerinnen und Bewohnern und 93 Prozent der Angehörigen das jeweilige NÖ Pflege- und Betreuungszentrum „auf jeden Fall“ bzw. „sicher“ (Note 1 und 2) weiterempfehlen. Neuerlich ein Spitzenwert, der für den guten Ruf und die qualitätsvolle Arbeit der Häuser spricht.

An der Kundenbefragung 2019 haben insgesamt 5.940 Personen, davon 2.568 Bewohnerinnen und Bewohner und 3.372 Angehörige teilgenommen. Die Bewohnerinnen und Bewohner wurden in persönlichen Interviews, die Angehörigen mittels eines standardisierten Fragebogens schriftlich befragt. Sie konnten dabei verschiedene Bereiche anhand einer Schulnoten-Skala von 1 bis 5 bewerten.

Erfreuliche Ergebnisse auf hohem Niveau bestätigt
An der Spitze der Zufriedenheit liegen bei Bewohnerinnen und Bewohnern und Angehörigen wiederum – und auf einem hohen Niveau bestätigt – die „Sauberkeit im Haus/Zimmer“ (Note 1,14), die „Freundlichkeit des Personals“ (Note 1,25) und die „Qualität der täglichen Pflege/Betreuung“ (Note 1,21), ebenso das Engagement und Bemühen des Personals (Note 1,27 bei Bewohnerinnen und Bewohner, Note 1,36 bei den Angehörigen). Verbessert aus Bewohnersicht haben sich „Abwechslungsreichtum und Qualität des Essens“ (Note: 1,58) und die „Beschäftigungs- und Unterhaltungsangebote“ (Note: 1,38), was in beiden Fällen als erfreuliche Trendumkehr eingeschätzt werden kann. Zusätzlich verbessert aus Sicht der Angehörigen hat sich die „Versorgung der privaten Wäsche“, was noch im Jahr 2017 kritisch angemerkt wurde. Zwei interessante Detailergebnisse: Von knapp zwei Drittel der Angehörigen wird die Atmosphäre im Haus als sehr gut bewertet (Note: 1,48). Und, sehr wichtig und erfreulich: Soziale Kontakte werden stark gefördert, das nehmen knapp drei Viertel aller Bewohnerinnen und Bewohner so wahr.

Vorrangig Handlungsbedarf sieht Teschl-Hofmeister beim Thema der ärztlichen Versorgung in den PBZs: „Zwar liegt auch hier die Zufriedenheit bei den Bewohnerinnen und Bewohnern bei 1,34, allerdings kam es seit der letzten Umfrage im Sommer 2017 zu keiner Verbesserung. Hier erhoffen wir uns im Zuge der Landesgesundheitsagentur NÖ klare Besserungen erzielen zu können“, so die Sozial-Landesrätin.

„Entscheidend ist für mich, dass sich die Zufriedenheitswerte über viele Jahre und über alle Pflege- und Betreuungszentren konstant auf einem hohen Niveau halten. Erfreulich ist, dass dort, wo noch Verbesserungen möglich sind, diese sichtbar werden, und dass wir durch die Kundenbefragungen ein etabliertes, valides und extern professionell begleitetes Instrument und Stimmungsbarometer zur Seite haben, um Veränderungen rasch sichtbar und steuerbar zu machen. Die Ergebnisse zeigen aber auch, dass unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und Führungskräfte in den NÖ Pflege- und Betreuungszentren auf hohem Level hervorragende Arbeit leisten“, hält Sozial-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister zusammenfassend fest.

Foto: NLK Burchhart

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