LH Johanna Mikl-Leitner überreichte Sokol-Preis in der Kunsthalle Krems

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Annemarie Sokol, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Sokol-Preisträger für digitale Karikatur Thomas Fluharty, Sokol-Würdigungspreisträger Sebastian Krüger und Gottfried Gusenbauer, Direktor des Karikaturmuseums Krems; Foto: © NLK Burchhart

In der Kunsthalle Krems wurde von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner der international ausgeschriebene Erich Sokol-Preis für digitale Karikatur, kritische Zeichenkunst und Satire überreicht. Der mit 11.000 Euro dotierte Sokol-Preis für digitale Karikatur ging an den amerikanischen Illustrator und Kunstvermittler Thomas Fluharty, der mit ebenfalls 11.000 Euro dotierte Sokol-Würdigungspreis an den deutschen Maler Sebastian Krüger und der mit 4.000 Euro dotierte Sokol-Förderpreis an die tunesische Karikaturistin, Malerin und Graffiti-Künstlerin Nadia Khiari. Dazu kommen zweimal 1.300 Euro für Artist-In-Residence-Stipendien.

Kunst und Kultur habe in Niederösterreich einen „unglaublich hohen Stellenwert“, betonte die Landeshauptfrau. Das Land Niederösterreich habe rund 60.000 Kunstwerke und über 7.000 Karikaturen und Cartoons in seinen Sammlungen und lege auch großen Wert auf den Kulturaustausch und auf die Internationalität des Kulturgeschehens. Das Karikaturmuseum Krems sei immer wieder Schauplatz von Ausstellungen nationaler und internationaler Künstler und verzeichnete bereits über eine Million Besucher, so Mikl-Leitner. Der Sokol Preis für digitale Karikatur zeige, dass die Digitalisierung nicht nur in der Wirtschaft, Wissenschaft und im privaten Bereich Einzug gehalten habe, sondern auch im Kulturbereich. Die Digitalisierung biete neue Chancen und Perspektiven, um Kunst und Kultur noch besser zu vermitteln.

Laut Gottfried Gusenbauer, Direktor des Karikaturmuseums Krems, gab es rund 400 Einreichungen für diesen Preis aus allen Kontinenten. Die Entscheidungen habe eine „topbesetzte Jury“ getroffen, das Ergebnis des Besucher-Votings habe die Jury ebenfalls berücksichtigt. Der Sokol Preis werde alle fünf Jahre ausgeschrieben und verliehen. „Um am Ball zu bleiben“, wolle man alle zweieinhalb Jahre ein Symposion zum Thema machen.

Der Preis soll die großartigen Leistungen von Erich Sokol widerspiegeln und auf seine medial stark verschränkte und moderne Arbeitsweise aufmerksam machen. Darüber hinaus werden durch diesen Preis das Werk und der Name Erich Sokol international transportiert. Der Preis wurde vom Land Niederösterreich unter der Schirmherrschaft von Annemarie Sokol, Witwe und Nachlassverwalterin von Erich Sokol, und in Zusammenarbeit mit der Erich Sokol-Privatstiftung Mödling, den Landessammlungen und dem Karikaturmuseum Krems vergeben.

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