LHStv. Schnabl: „Motto ‚Beraten statt Strafen‘ 2019 im Fokus!“

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LHStv. Franz Schnabl, DI Walter Mittendorfer) und Aussendung zur heutigen Pressekonferenz ‚Bilanz der Lebensmittelkontrolle 2018‘ mit LHStv. Franz Schnabl übermitteln

2018 fanden 7.534 Revisionen in 5.392 Betrieben nach dem Lebensmittelsicherheits- und Verbraucherschutzgesetz in NÖ statt

In einer Pressekonferenz zog der für Konsumentenschutz zuständige LHStv. Franz Schnabl Bilanz über die Kontrolltätigkeiten 2018. 7.534 Revisionen in 5.392 Betrieben standen 2018 auf dem Programm.

Von 4.985 Probenziehungen waren dabei lediglich 19 als gesundheitsschädlich einzustufen. Kennzeichnungsvergehen, wie etwa irreführende Herkunftsbezeichnungen, bildeten die Mehrzahl der Beanstandungen. „‘Vertrauen ist gut – Kontrolle ist besser‘ lautet ein Sprichwort, das auch auf unsere Lebensmittel zutrifft. Die Qualität niederösterreichischer Produkte ist sehr hoch, weil ProduzentInnen und Kontrollorgane intensiv zusammenwirken. Schon jetzt wird nach dem Motto ‚Beraten statt Strafen‘ gehandelt – zukünftig soll aber ein noch größeres Augenmerk auf der eingehenden Beratung liegen, anstatt sofort zu strafen. Wir als Kontrollbehörde sehen uns in erster Linie als Partner der niederösterreichischen Betriebe. Außerdem natürlich als Partner für die NiederösterreicherInnen – damit nur allerbeste Qualität in den Regalen und auf den Tischen Niederösterreichs landet. Und nur Wasser allererster Güte aus unseren Leitungen fließt“, so LHStv. Franz Schnabl.

Die Aufgabe der niederösterreichischen Lebensmittelaufsicht sei es die Sicherheit von Lebensmitteln, kosmetischen Mitteln und Gebrauchsgegenständen auf allen Produktions- und Vertriebsstufen zu prüfen. DI Walter Mittendorfer umreißt die Aufgaben der MitarbeiterInnen der Fachabteilung: „Neben Tests der Eigenkontrollen des Herstellers wird auch der hygienische Zustand der Räumlichkeiten, der Transportbehälter, der Ausrüstungen, der Verpackung sowie die Personalhygiene der Betriebe in regelmäßigen Abständen kontrolliert. Ein festgelegter Probenplan weist die jährlichen Proben, die aus allen Warengruppen gezogen und untersucht werden sollen aus.“

Lebensmittelinspektoren testen verschiedenste Nahrungsmittel und auch Wasser – weitgehend im Hintergrund und vielfach unbeachtet von den BürgerInnen, meint Mittendorfer weiter: „Oberste Priorität hat dabei die Sicherstellung, dass es lediglich die hochqualitativsten Nahrungsmittel auf die Verkaufstische des Landes schaffen. Auch die NiederösterreicherInnen können sich jederzeit bei einem berechtigten Verdacht bei Lebensmitteln oder Trinkwasser an die Behörde wenden.“

NÖ nehme auch eine Vorreiterrolle im Bereich der Herkunftskontrolle von Produkten ein, weiß Schnabl: „Mit der Verknüpfung der Isotopenanalyse mit der Prüfung der Herkunftspapiere sind wir neue Wege gegangen und haben damit einen Trumpf in der Hand die ehrlichen ProduzentInnen zu schützen und auf den Schutz hochqualitativer, regionaler Produkte besonders zu schauen. Damit konnten im vergangenen Jahr wieder zwei Trittbrettfahrer – je einer im Bereich der Wachauer Marille und des Marchfelder Spargels – überführt werden.“

„Die Zahlen des Jahres 2018 zeigen ein klares Bild“, spricht Schnabl abschließend dem Team der Lebensmittelkontrolle seinen Dank aus: „Danke allen MitarbeiterInnen, die die hohe Kontrollintensität erst möglich machen. Durch ihren engagierten Einsatz und viel Fingerspitzengefühl sorgen sie dafür, dass Betriebe einerseits beste Beratung erhalten und sich gleichzeitig alle KonsumentInnen sicher sein können, dass die hohen Qualitätsstandards und die Hygienevorschriften unseres strengen Lebensmittelgesetzes vollinhaltlich eingehalten werden.“

Foto: SPÖ NÖ