Mazda3 – Gereifte Kompaktklasse

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AUTOTEST Mazda 3 Skyactiv – G122

Der aktuelle Mazda 3 ist optisch wie technisch besonders gelungen. Wir testeten die Benzinvariante Skyactive G122 mit 122 PS und absoluter Bestausstattung.

Schon beim MX-5 gefiel uns die neue Mazda Farbe Soul Rot Crystal metallic, auch zum Mazda 3 passt sie MEGA. Alle Kanten und Linien erscheinen zwar klar gezeichnet, laufen aber zu fließenden Flächen aus. Sportlich, elegant wirkt der Dreier wie aus einem Guss. Die damit gewollten Licht- und Schatteneffekte, die flachen Scheinwerfer, Heckleuchten und Seitenfenster sowie die 18- Zoll Bereifung unterstreichen die dynamische Formensprache.

Nach dem Einsteigen empfangen uns feine Ledersitze, dankenswerterweise ist der Fahrersitz auch elektrisch einstellbar samt Memoryfunktion. Die Sitzposition finden wir etwas tief. Daher kleine Kritik: die breite C-Säule stört hinten etwas die ansonsten sehr gute Rundumsicht. Der Instrumententräger vor uns wirkt sehr hochwertig. Feine ausgeschäumte Materialien mit angenehmen Oberflächen, diversen Chromeinsätzen und Ziernähten an Sitzen und Armaturenbrett gefallen. Dennoch kommt auch der praktische Nutzen nicht zu kurz, zwei mittig angeordnete, große Fächer samt Getränkehalter verstauen wichtige Kleinutensilien, auch in den Türfächern ist dafür ausreichend Platz. Überhaupt hat der Mazda3 in der Ausstattungsvariante Comfort+ bereits alles Wichtige an Bord. Darüberhinaus sorgen die vier darauf abgestimmten Optionspakete Sound, Style, Tech und Premium für eine opulente Gesamtausstattung. Exemplarisch erwähnt sei hier neben dem Lederpaket ein logisch zu bedienendes Navigationssystem mit 8,8 Zoll großem Farbdisplay, eine coole Bose-Soundanlage mit 12 Lautsprechern, Head up-Display, LED Matrix-Scheinwerfer und unzählig Assistenzsysteme, die jede Fahrt erleichtern, angenehm und sicherer machen. Der Kofferraum ist klassenüblich groß, die Heckklappe öffnet recht weit.

Nachdem die Tür satt ins Schloss gefallen ist, starten wir den Benzinmotor. Im Kaltlauf noch etwas unrund und sonor laufend, entpuppt er sich sogleich als passende Antriebsquelle für die 1364 kg wiegende Karosserie. Danke Mazda, denn hier im Mazda3 arbeitet nicht ein ausgequetschter, kleinvolumiger Benziner mit Turbo sondern ein echter 2-Liter-Motor. Hier bewahrheitet sich das Sprichwort: „Hubraum kann durch nichts ersetzt werden.“ Besonders passend ist nicht nur die Durchzugskraft, sondern auch die Drehfreudigkeit des Benzinmotors. Das Aggregat giert nach hohen Drehzahlen, ab 4000 U/min wird’s sogar sportlich – der dritte Gang schafft locker 150 km/h! Aber nochmals: es sind nicht die nackten Beschleunigungszahlen die gefallen, es ist die souveräne Arbeitsweise die stimmt.

Und wie macht sich der Mazda3 an der Zapfsäule? Damit sich der 2-Liter-Maschine auch hier keine Blöße gibt, hat ihm Mazda ein Mild-Hybrid System für extra Drehmoment sowie eine Zylinderabschaltung verpasst. Damit versehen, kamen wir im Test auf Benzinverbräuche zwischen 6,3 und 7,2 Litern – auch wenn wir öfters eilig unterwegs waren.

Fazit: Auch in der Kompaktklasse wird man mit dem Mazda3 einige Neukunden gewinnen, ganz sicher. Das Auto ist modern, souverän motorisiert, aber dennoch sparsam und selbst wenn man die Ausstattungsliste komplett ausreizt bleibt der Listenpreis noch unter 30.000 Euro.

Fotos: slz

Technische Daten
Mazda3 Skyactiv – G122
Hubraum 1.998 ccm
Leistung 90 kW/122 PS
Beschl. 0-100 km/h 10,4 Sek.
Höchstgeschwindigkeit 197 km/h
Verbrauch komb. 5,1 l/100 km
CO2-Emission 117 g/km
Listenpreis Mazda3 ab 23.990 Euro
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