AUTOTEST. Ford Transit Kastenwagen L3 H2 EcoBlue AT Limited

In unserer Autoredaktion weilte ein etwas anderer Testkandidat: 14 Tage waren wir mit dem neuen Ford Transit Kastenwagen und stärkster 185 PS Dieselmotorisierung unterwegs.

Riesig steht der Kapur-rot-metallic farbige Riese vor uns: 5,98 Meter lang, die Außenhöhe beträgt inkl. Dachgalerie 2,53 Meter – wir Tester verkommen daneben zum Kleinkind. Erst vor wenigen Monaten erhielt der Transit ein Facelift, die Kölner Designer haben das Fahrzeug dabei moderner gemacht und das umfangreiche Blechkleid optisch gut retuschiert, vor allem die Front erinnert jetzt an kleinere Ford Modelle. Xenonlicht sorgt bei nächtlichen Fahrten für taghelle Sicht nach vorne.

Wir nehmen Platz hinterm Volant und hieven uns beim Einsteigen zwei Stufen empor. Danach sind wir sehr überrascht. Soviel Flair hätten wir dem Arbeitstier nicht zugemutet. Bequem können bis zu drei Personen Platz nehmen, die Sitze sind überaus bequem, bieten sogar Seitenhalt und die Einrichtung wirkt luxuriös. Schnell gefällt uns die hohe Sitzposition, vor uns ein eigentlich klassisches Ford Cockpit, dank Limited Ausstattung garniert mit vielen Luxusfeatures. Mittelarmauflage, 16-Zoll Alufelgen, Audiopaket, Navi und Co., zahlreiche Sicherheitsassistenten für das „Einparken“ oder den „Toten Winkel“; Sichtpaket 4 oder Laderaumpaket 2 an Bord. Der Navi-Bildschirm liegt in guter Sichthöhe und auch die Bedienung funktioniert schnell und logisch wie von Ford gewohnt.

Wir starten den 2,0 Liter Ford EcoBlue Dieselmotor. Das Triebwerk leistet imposante 135 kW bzw. 185 PS, die Kraftübertragung erfolgt über eine 6-Gang-Automatik. Selbst im Kaltstart ist der Selbstzünder kaum hörbar, im Innenraum bleibt es fast angenehm leise. Das Automatikgetriebe erledigt musterhaft alle Schaltvorgänge, kaum merklich werden die sechs Gänge sortiert. Klarerweise ist das Fahren in der Stadt mit einem derartigen Fahrzeug etwas gewöhnungsbedürftig aber dank der großen Außenspiegeln auch für Laien schnell Gewohnheit. Auf der Landstraße und den Autobahnen spielt der 2,0 Liter Dieselmotor hingegen seine Potenz aus. Denn trotz der Luftwiderstände und 2.168 kg Leergewicht treibt es den Transit mächtig nach vorne. 0-100 km/h erledigt man in 11,8 Sekunden und auch auf der linken Überholspur im Bereich höherer Geschwindigkeiten erfreut uns der Transit mit zügigem Tempozuwachs. Erfreulicherweise benimmt sich der Kölner an der Tankstelle fast wie ein Kostverächter, wir verbrauchten im Testbetrieb lediglich zwischen 7,2 und 8,9 Liter Diesel(!).

Natürlich wollen wir auch den Laderaum etwas ausführlicher unter die Lupe nehmen. Wir öffnen die seitliche Schiebetür und betreten sprichwörtlich den „Kofferraum“ mit einer lichten Höhe von1,88 Meter. 11,5 m3 Fassungsvermögen sind für alle Transportangelegenheiten ausreichend, Wohnsitzwechsel können als mit einer einzigen Fahrt erledigt werden. Weitere voluminöse Eckdaten: die maximale Zuladung beträgt 1.332 kg, Sperrgut kann bis 3,5 Meter Länge eingeladen werden.

Fazit: Der Ford Transit ist viel mehr als nur ein Transporter. Im Fahrbetrieb modern und dank modernster Assistenzsysteme sehr sicher und auch leicht handelbar überzeugt der Kölner mit sehr gutem Fahrkomfort. Obendrein ist das Auto sparsam im Unterhalt und erschwinglich in der Anschaffung mit einem Einstandspreis ab 24.535 Euro exklusive Umsatzsteuer. Aber auch für private Zwecke sehr empfehlenswert!

Technische Daten
Ford Transit Kastenwagen L3 H2 2.0 EcoBlue-TDCi Automatik Limited
Leistung (komb.) 136 kW/185 PS
Beschl. 0-100 km/h 5,1 Sek.
Höchstgeschwindigkeit 180 km/h (abgeriegelt)
Verbrauch komb. 7,0 l/100 km
CO2-Emission 182 g/km
Listenpreis Transit ab 28.662 Euro inkl. Ust.

Fotos: slz