AUTOTEST Peugeot Rifter GT-Line L2 BlueHDi 130

Peugeot versucht mit dem Rifter eine neue Fahrzeugkategorie zu besetzen: Outdoor-Van nennen sie selbst den neuen Lifestyle-Kombi, der in zwei verschiedenen Längen (Fünf- oder Siebensitzer) zu haben ist.

Der Rifter baut karosseriemäßig grundsätzlich auf den Peugeot Partner auf. Er hat damit einen einzigartig großen Innenraum und das bereits bekannte Peugeot i-Cockpit serienmäßig. Zusätzlich gibt es neueste Technologien mit nützlichen Fahrer- und Sicherheitsassistenzsystemen. Wählen kann man zwischen einem Benzinmotor (110 PS) und drei modernen Dieselmotoren (75, 100 und 130 PS), welche alle der Euro 6d-Temp-Norm entsprechen.

Der Rifter schafft es optisch als Lifestyle-Van zu erscheinen. Bereits die Frontpartie mit dem hohen vertikal ausgerichteten Kühlergrill im typischen Peugeot-Design signalisiert kraftvoll seine robusten Ambitionen, auch abseits von asphaltierten Straßen. Die hohe Gürtellinie, die kurze Motorhaube sowie die farblich abgesetzten Radlaufblenden lassen das Profil des Hochdach-Kombis klar erkennen. Der Rifter verfügt über zwei Schiebentüren für den Einstieg der zweiten Sitzreihe. Tolle Besonderheit an der Heckklappe: Die Heckscheibe lässt sich auch separat öffnen, wenn man nur Kleinigkeiten verstauen möchte.

Der Innenraum wird natürlich vom durchdachten i-Cockpit von Peugeot dominiert. Schon alleine das oben und unten abgeflachte Lenkrad liegt wie bei allen anderen Peugeot-Modellen perfekt in der Hand. Unser Testwagen in der Ausstattungsvariante GT-Line war mit einem 8-Zoll-Farbtouchscreen ausgestattet. Darauf lassen sich unter anderem die 3D Navigation und das Handy inklusive Apple Carplay oder Android Auto übersichtlich steuern. Besonders fallen die vielen Ablagemöglichkeiten des Rifters sofort ins Auge. Das ist überaus praktisch im Alltag. Einzig und allein auf den Beifahrersitz sollte man keine Schlüssel oder Handys legen. Auch bei leichten Bremsungen und vorallem in Kurven sind diese Dinge auf Grund der zu schmalen Seitenwangen sofort am Boden verschwunden.

Die 6-Gang-Schaltung lässt sich wunderbar bedienen, das Getriebe ist überhaupt auf den von uns gefahrenen 130 PS Diesel Motor wirklich gut abgestimmt. Um dem Namen als Outdoor-Van gerecht zu werden, hat Peugeot den Rifter eine intelligente Traktionskontrolle namens AdvancedGripControl verpasst. Diese wirkt über die Antriebschlupfregelung und soll auch ein sicheres Vorankommen abseits der Straßen sichern. Ergänzt wird dieses System noch mit einer Bergabfahrhilfe bei starkem Gefälle.

Fazit: Wir waren anfänglich skeptisch über die Idee aus einem Peugeot Partner einen Lifestyle-Kombi zu kreieren, der den Namen Outdoor-Van verdient. Doch die Löwen-Mannschaft hat es geschafft. In Verbindung mit dem-i-Cockpit und vorallem mit dem griffigen Sportlenkrad lässt sich der Rifter so richtig gut fahren. Die 6-Gang-Schaltung und der 1.5 l BlueHDI Motor mit 130 Diesel-PS passen zusammen. Das Platzangebot lässt keine Wünsche offen. In der offiziellen Presseaussendung haben wir Folgendes gefunden: Für den PEUGEOT RIFTER steht das Abenteuer im Vordergrund, damit jeder Tag zu einem intensiven Erlebnis wird. Er wurde entwickelt, um die Forscher des Alltags auf ihren Reisen zu inspirieren. Vielleicht etwas übertrieben, aber doch dran an der Wahrheit! Übrigens ist der Peugeot Rifter für Firmen vorsteuerabzugsberechtigt!

Fotos: slz

Technische Daten
Peugeot Rifter GT-Line L2 BlueHDi 130
Hubraum 1499 ccm
Leistung 96 kW/130 PS
Beschl. 0-100 km/h 10,6 Sek.
Höchstgeschwindigkeit 183 km/h
Verbrauch komb. 4,5 l/100 km
CO2-Emission 120 g/km
Listenpreis Peugeot Rifter ab 22.700 Euro