Mikl-Leitner/Zwazl: Nahversorger sichern 30.000 Arbeitsplätze in NÖ

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Vielfältiges Förderangebot, um weiterhin regionale Versorgung gewährleisten zu können

In ganz NÖ bieten knapp 2.500 Nahversorger-Standorte Lebensmittel und Mittel des täglichen Bedarfs an. Dabei verfügen rund 91 Prozent der NÖ Gemeinden über einen Lebensmittel-Nahversorger – im Vergleich dazu, in ganz Österreich sind es rund 81 Prozent. „Unsere Nahversorger sind Orte der Kommunikation, Treffpunkte für das soziale Leben in der Gemeinde und zum persönlichen Austausch. Sie machen Ortskerne attraktiver, sind Ausbildungsstätten für unsere Lehrlinge, schaffen regionale Wertschöpfung und bieten Arbeitsplätze. Alleine in NÖ sind in diesem Bereich knapp 30.000 Menschen beschäftigt“, erklären Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und NÖ Wirtschaftsbundobfrau und Präsidentin der WKNÖ Sonja Zwazl im Rahmen einer Pressekonferenz in der Bäckerei Hink im Universitätsklinikum St. Pölten. Dabei richteten Johanna Mikl-Leitner und Sonja Zwazl zu Beginn ein Dankeschön an den Inhaber der Bäckerei Hink, Florian Hink. Er ist an fünf Standorten im Raum St. Pölten für mittlerweile über 70 Mitarbeiter, darunter auch für sechs Lehrlinge, verantwortlich. Gleichzeitig ist der Standort im Klinikum St. Pölten Nahversorger für Patienten, Besucher aber auch für Anrainer aus der Region.

 

Nahversorger auch Wohlfühlorte in den Gemeinden

„Wenn man hier herkommt merkt man eines ganz besonders: Das Café Hink ist mehr als eine Bäckerei mit Café oder ein klassisches Krankenhauscafé – es ist ein Ort, wo man sich wohlfühlt. Und genau das ist es auch, was die zahlreichen Nahversorger in unserem Bundesland auszeichnet. Weil uns die Nahversorger so wichtig sind, unterstützen wir sie seitens des Landes mit verschiedensten Förderangeboten“, so Mikl-Leitner und informiert zum einen über die Investitionsförderung. Dabei können Nahversorger einen Zuschuss von 10 Prozent erhalten, wenn sie beispielsweise in eine neue Einrichtung oder Gerätschaften investieren. Zum anderen gibt es auch die Möglichkeit, Zinszuschüsse zu Bankkrediten bei Betriebsmittelförderungen zu bekommen. „Von diesen beiden Fördermöglichkeiten wurden im letzten Jahr 62 Projekte mit Projektkosten in der Höhe von 3,3 Mio. Euro und einer Fördersumme von rund 280.000 Euro unterstützt. Dadurch konnten 520 Arbeitsplätze gesichert und 33 neue geschaffen werden“, erklärt die Landeshauptfrau. „Auch der Lebensmittelhandel in NÖ profitiert davon, denn die Kaufkraftsteigerung in NÖ hat zu einem deutlichen Umsatzplus geführt – im Jahr 2018 wird ein Wachstum von rund 2,5 Prozent erwartet“, so Zwazl, die auch auf die gute wirtschaftliche Lage und die hohe Beschäftigung im Land verweist.

 

Seit 1998 wurden knapp 1.000 Projekte zur Attraktivierung der Ortskerne gefördert

Das Land NÖ fördert gemeinsam mit der WKNÖ im Rahmen der Aktion „NAFES“ (NÖ Arbeitsgemeinschaft zur Förderung des Einkaufs in Stadtzentren) Gemeinden sowie die örtliche Wirtschaft, wenn diese mit Investitionen die Attraktivität der Ortskerne nachhaltig erhöhen und damit zur Aufrechterhaltung der Nahversorgung beitragen. „Seit Beginn der Aktion vor 20 Jahren wurden knapp 1.000 Projekte mit einem Fördervolumen von rund 19 Mio. Euro unterstützt. Damit wurden Gesamtinvestitionen in der Höhe von rund 110 Mio. Euro ausgelöst“, so Mikl-Leitner. „Mit dieser Aktion haben wir eine wichtige Initiative geschaffen, um die Nahversorger in den Zentren weiter zu stärken. Die Kunden wissen genau: Wenn sie beim Nahversorger in der Gemeinde kaufen, bekommen sie erstklassige Produkte, sichern damit Arbeitsplätze in ihrer Region und erhalten so den hohen Lebensstandard“, erklärt NÖ Wirtschaftsbundobfrau und Präsidentin der WKNÖ Sonja Zwazl. Zum Abschluss wurde auf den „nah, sicher!“-Tag der Volkspartei NÖ und des NÖ Wirtschaftsbundes am 16. November verwiesen. Dabei soll vor allem die Bedeutung und Wichtigkeit der Nahversorger hervorgehoben werden.

Foto: VPNÖ

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