Mit Öffnung der Beherbergungsbetriebe starten Mitarbeiter-Testungen

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In Weißenkirchen in der Wachau erfolgte der Startschuss für die präventiven Covid-19-Testungen bei Mitarbeitern im Tourismus Foto: NLK Reinberger

Mit der heute beginnenden schrittweisen Öffnung der heimischen Beherbergungsbetriebe starten auch präventive Corona-Testungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Gästekontakt. „Die Wachau wird die erste Urlaubsdestination der Welt sein, die Mitarbeiter ihrer Tourismusbetriebe regelmäßig und flächendeckend präventiv testet“, betonte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner am heutigen Freitag, in Weißenkirchen in der Wachau, wo gemeinsam mit Tourismusministerin Elisabeth Köstinger und Tourismus-Landesrat Jochen Danninger der Startschuss für den Testbetrieb erfolgte.

„Es ist notwendig und wichtig, der Branche wieder Leben einzuhauchen, damit der Tourismus wieder Fahrt aufnehmen kann“, sagte die Landeshauptfrau. Das Motto laute dabei: weiter aufpassen und gleichzeitig aufmachen. Mit der Wachau als Testregion wolle man ein Signal setzen und alles tun, damit sich die Gäste „nicht nur wohl, sondern auch sicher fühlen“. Diese Botschaft wolle man in die Welt hinaustragen.

Um den Tourismus anzukurbeln habe man zudem ein Maßnahmenpaket geschnürt und eine groß angelegte Tourismuskampagne gestartet, so Mikl-Leitner. Gleichzeitig appellierte die Landeshauptfrau an die Eigenverantwortung und Disziplin eines jeden Einzelnen.

Startschuss für die präventiven Covid-19-Testungen bei Mitarbeitern im Tourismus. Im Bild Tourismuslandesrat Jochen Danninger, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Präsident Josef Schmoll vom Roten Kreuz Niederösterreich und Tourismusministerin Elisabeth Köstinger mit Mitarbeitern des Roten Kreuzes (v.r.n.l.) Foto: © NLK Reinberger

Tourismusministerin Elisabeth Köstinger bezeichnete den Tourismus als „unverzichtbaren Wirtschaftsfaktor“. Mit der Umsetzung dieser präventiven Tests für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Tourismus wolle man „größtmögliche Sicherheit geben“. Stufenweise werde das gesamte Testungsprojekt bis Anfang Juli in ganz Österreich umgesetzt. Bis zu 65.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden dann wöchentlich auf Corona getestet.

Mit diesen Testungen wolle man nicht nur für inländische Gäste, sondern vor allem auch für internationale Gäste „ein Zeichen setzen“ und Niederösterreich als eine der sichersten Tourismusregionen der Welt positionieren, so Tourismus-Landesrat Jochen Danninger. „Im Vorjahr verzeichnete die Wachau 810.000 Nächtigungen, das sind rund zehn Prozent aller Nächtigungen in Niederösterreich.“

Für Mariana Kühnel, stellvertretende Generalsekretärin der WKO, habe man als Tourismusland „einen Ruf zu verteidigen“. Jeder Urlaub, der heuer in Österreich verbracht werde, bringe Wertschöpfung und Jobs. Mit den flächendeckenden Testungen habe man „ein Alleinstellungsmerkmal“.

Für Präsident Josef Schmoll vom Roten Kreuz Niederösterreich habe das Rote Kreuz bereits in der Vergangenheit seine Kompetenz unter Beweis gestellt und tausende Niederösterreicherinnen und Niederösterreich getestet. Er dankte allen, die die notwendigen Maßnahmen mittragen.

Die Teilnahme der Betriebe ist freiwillig. Die Abstriche werden in mobilen Test-Bussen oder Drive-In/Walk-In-Stationen genommen. Projektträger ist ein privates Konsortium in Partnerschaft mit der WKO. Die Kosten für die Testungen werden vom Bund übernommen.

Informierten über den Start von präventiven Corona-Tests für Tourismus-Mitarbeiter: Mariana Kühnel, stellvertretende Generalsekretärin der WKO, Tourismusministerin Elisabeth Köstinger, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Tourismuslandesrat Jochen Danninger und Präsident Josef Schmoll vom Roten Kreuz Niederösterreich (v.l.n.r.) Foto: © NLK Reinberger