Neue Räumlichkeiten für Notruf Niederösterreich in St. Pölten

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Neue Räumlichkeiten für Notruf Niederösterreich in St. Pölten offiziell ihrer Bestimmung übergeben. Im Bild von links nach rechts: Notruf-Niederösterreich Geschäftsführer Rudolf Hochsteger, Landesrat Martin Eichtinger, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Landesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig, Notruf-Niederösterreich Geschäftsführer Christof Constantin Chwojka mit Notruf Niederösterreich Mitarbeiterinnen

LH Mikl-Leitner: Eine moderne Kommunikation verdient eine moderne Umgebung

Im Haus D des Wirtschaftszentrums Niederösterreich in St. Pölten erfolgten im Sommer ein weitreichender Umbau und eine Neugestaltung sowohl der Leitstelle Notruf Niederösterreich als auch der Büroräumlichkeiten von Geschäftsführung, Verwaltung und Backoffice. Die offizielle Eröffnung der neuen Räumlichkeiten fand am heutigen Donnerstag in Anwesenheit von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Landesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig und Landesrat Martin Eichtinger statt.

Landesrat Martin Eichtinger, Landesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Notruf NÖ-Geschäftsführer Christof Constantin Chwojka (v.l.n.r.) nahmen die offizielle Eröffnung der neuen Räumlichkeiten von Notruf Niederösterreich im Haus D des Wirtschaftszentrums Niederösterreich in St. Pölten vor

„Eine moderne Kommunikation verdient eine moderne Umgebung“, sagte die Landeshauptfrau in ihrer Festansprache. „Die Bedeutung des Notrufes können die Landsleute ‚Tag für Tag‘, ‚Stunde für Stunde‘ bzw. ‚Sekunde für Sekunde‘ spüren“, so Mikl-Leitner. Das lasse sich auch mit Zahlen, Daten und Fakten unterstreichen. Die Statistik aus dem Jahr 2018 zeige, dass „über das Einsatzleitsystem 1,5 Millionen Kontakte mit der Bevölkerung stattgefunden haben“, betonte sie. Gerade beim Thema „Gesundheit & Leben retten“ sei die Zeit entscheidend. „Die Anrufannahme bei einem Notruf dauert nur 4,3 Sekunden, das ist ein Weltrekord“, hob sie hervor.

Das Aufgabengebiet von Notruf Niederösterreich hat sich in den letzten Monaten und Jahren verändert. „Es geht hier einerseits um die klassische Leitstellentätigkeit für Notfallrettung, Krankentransport und Sonderrettungsdienste wie Bergrettung, Wasserrettung und Höhlenrettung sowie andererseits aber auch um die telefonische Gesundheitsberatung 1450, den NÖ Ärztedienst und das AKUTteam NÖ“, hielt die Landeshauptfrau fest. „Die Informationskette und die Rettungskette funktionieren friktionslos“, meinte sie. Ziel sei es, das beste Gesundheitssystem zu sichern und zu garantieren, sagte sie und erinnerte an die neue Gesundheitsagentur und an die neuen Ausbildungsplätze für Pflegekräfte und Medizinstudenten. Im Mittelpunkt stehe der Mensch, erläuterte die Landeshauptfrau.

Landesrat Eichtinger sagte: Die Leistungen von Notruf Niederösterreich dienen dem Wohl und der Gesundheit der Landsleute. „Bei dieser Fülle von Aufgaben kommt die beste Technologie zum Einsatz“, so Eichtinger. Landesrätin Königsberger-Ludwig bezeichnete den Notruf Niederösterreich als wichtigen „Sicherheitsfaktor“ für die Menschen. „Die vielen Rettungsorganisationen sind ein Garant dafür, dass die Menschen im Notfall bestens versorgt werden“, so die Landesrätin. Geschäftsführer Chwojka führte aus, dass Notruf Niederösterreich zu den größten Leitstellen der Welt gehöre. „107 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind in St. Pölten beschäftigt. Notruf Niederösterreich wickelt bis zu 12.000 Anrufe am Tag ab“, sagte der Geschäftsführer. Zu Wort kamen noch Arbeitersamariterbund-Präsident Otto Pendl, Rot Kreuz NÖ-Präsident Josef Schmoll und ÖAMTC-Flugrettungs-Geschäftsführer Reinhard Kraxner.

Im Zuge der umfangreichen Adaptierungen wurden im Haus D des Wirtschaftszentrums im dritten Stock noch weitere Leitstellenarbeitsplätze geschaffen und ergonomisch besser gestaltet. Der zweite Stock beherbergt einen Großteil der Verwaltung, im ersten Stock finden sich nun Räumlichkeiten für das Backoffice und im Erdgeschoß ist neben einer vollständig funktionellen Trainingsleitstelle auch ein Teil der hauseigenen Technik untergebracht.

Fotos: NLK Pfeiffer