ÖAMTC eröffnet Fahrrad-Station in Ybbs

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Freuen sich über die Station: Str. Ernst Simmer, Str. Ewald Becksteiner, Bürgermeister Alois Schroll und ÖAMTC-Stützpunktleiter Gerhard Prantner

Mobilitätsclub erweitert mit SelfService-Stationen
sein Fahrrad-Leistungsangebot

Viele Menschen nutzen für ihre täglichen Wege in die Arbeit und in ihrer Freizeit das Fahrrad. Wenn einmal die Luft ausgeht oder nicht mehr alles rund läuft, schaffen nun auch ÖAMTC Fahrrad-Stationen Abhilfe. Es handelt sich dabei um Service-Stationen mit Werkzeug und Druckluft, an denen kleinere Gebrechen am Fahrrad bequem und kostenlos selbst behoben werden können. In Ybbs erfolgte am 02. August. gemeinsam mit Bürgermeister Alois Schroll und den beiden Stadträten Ernst Simmer und Ewald Becksteiner die Inbetriebnahme der ÖAMTC Fahrrad-Station. Sie wird künftig allen Radlern kostenlos zur Verfügung stehen.

“Die Rad-Service-Stationen sind eine Erweiterung des bisherigen Fahrrad-Angebots des Mobilitätsclubs, das unter anderem Fahrrad-Checks, eBike-Kurse, Pannenhilfe für Radfahrer oder seit kurzem auch eBikes in den ÖAMTC-Shops umfasst”, so ÖAMTC-Stützpunktleiter Gerhard Prantner. “Das Fahrrad ist ein sinnvoller und wichtiger Bestandteil der individuellen Mobilität. Mit den Service-Stationen wollen wir einerseits die Fahrrad-Infrastruktur stärken, andererseits sind sie ein Beispiel dafür, wie ÖAMTC und starke Partner wie das Land Niederösterreich und die Stadtgemeinde Ybbs an der Donau gemeinsam die Mobilität am Land aktiv und nachhaltig gestalten können.” Bei den Service-Stationen handelt es sich um 1,4 Meter hohe Säulen, die mit einer Aufhängevorrichtung für Fahrräder sowie mit Luftpumpe und Werkzeug wie Inbus- und Schraubenschlüssel bzw. Reifenheber für “do-it-yourself”-Reparaturen ausgestattet sind.

NÖ: Radverkehrsanteil soll von sieben auf 14 Prozent verdoppelt werden

Niederösterreichs Mobilitätslandesrat Ludwig Schleritzko zeigte sich in einer Stellungnahme ebenfalls begeistert von den neuen SelfService-Stationen. “Unser Ziel ist es, den Anteil des Radverkehrs von sieben auf 14 Prozent zu verdoppeln. Initiativen wie die des ÖAMTC helfen uns dabei, den Umstieg auf das Rad so komfortabel wie möglich zu gestalten. Wichtig ist, dass die Stationen auch an Punkten liegen, die vor allem von Pendlerinnen und Pendlern genutzt werden. Denn was zählt, ist der Umstieg im Alltag. Mit diesem können wir die Umwelt schonen und jeder seine Fitness stärken”, so Schleritzko. Niederösterreichweit wurden im heurigen Jahr sieben solcher Stationen in Betrieb genommen, die meisten an neuralgischen Punkten, wie etwa Bahnhöfen.

Der Landesrat verwies dabei auch auf Leistungen des Landes. “Bislang haben wir schon 23.000 Fahrradstellplätze an Bahnhöfen und Haltestellen entwickelt. Damit wird auch das Umsteigen vom Rad auf Bus und Bahn erleichtert. So schaffen wir es, dass täglich zumindest 9.500 Pendlerinnen und Pendler mit dem Rad unterwegs sind und über 500 Tonnen Kohlendioxid im Jahr sparen”, informierte Schleritzko.

Donaustadt Ybbs – Radtourismus großgeschrieben

Der Standort in Ybbs richtet sich auch und in erster Linie an Touristen. Und der Radtourismus entlang der Donau erfreut sich größter Popularität, wie Bürgermeister Alois Schroll erzählte: “Aktuellen Zählungen zufolge passieren jährlich rund 130.000 Radler und Radlerinnen unsere schöne Donaustadt, durch die der beliebte Donauradweg führt. Die neu errichtete ÖAMTC Rad-Service Station stellt eine sinnvolle Ergänzung und Attraktivitätssteigerung des bestehenden Angebotes dar.”

Das Fahrrad spielt in Ybbs generell eine große Rolle: Direkt in den geschichtsträchtigen Gassen der historischen Altstadt befindet sich ein umfangreiches Fahrradmuseum, wo sich BesucherInnen auf eine Zeitreise durch die Geschichte des Fahrrades begeben können. Hölzerne Laufräder, wuchtige Tretkurbelräder, Hochräder und elegante Waffenräder aus Kaisers Zeiten zählen zu den Exponaten und können bestaunt, berührt und teilweise sogar ausprobiert werden. Zudem laden ein moderner „Outdoor-Bewegungspark“ sowie die architektonisch wertvoll gestaltete Donaulände mit Sitz- und Liegemöglichkeiten zum Verweilen ein. Diverse Gastronomie- und Beherbergungsbetriebe runden das Angebot für radelnde BesucherInnen ab.

Aus dem Archiv: ÖAMTC-Servicestationen gab es bereits 1897

Ganz neu ist die Idee derartiger Servicestationen für Radfahrer übrigens nicht: Bereits 1897 – also vor 122 Jahren – wurden vom Club im Wiener Prater und im Wienerwald Reparaturkästchen zur Selbsthilfe bei Fahrrad-Pannen aufgestellt. “Beim ÖAMTC gilt das als erste ‘Pannenhilfe’ der Clubgeschichte”, so Ernst Kloboucnik. Das ist gelebte Tradition und Mobilität.

Nähere Infos über die ÖAMTC-Fahrradleistungen unter www.oeamtc.at/fahrrad

Foto: ÖAMTC

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