PV-Großanlage in Amstetten fertiggestellt

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Vize-Bürgermeister Dominic Hörlezeder, Stadtrat Heinz Ettlinger, STADTwerke-Direktor Jürgen Hürner und der bei den STADTwerken Amstetten für erneuerbare Energien zuständige Christian Nagelhofer auf dem Dach des Parkdecks beim Landesklinikum in Amstetten

Auf dem Dach des Parkdecks beim Landesklinikum Amstetten wurden von den STADTwerken die Arbeiten an einer neuen Photovoltaik-Großanlage abgeschlossen

AMSTETTEN. Es ist ein guter Start in das noch junge Jahr: Mit dem Abschluss der Bauarbeiten am Parkdeck nahe dem Landesklinikum Amstetten können die STADTwerke einen großen Schritt in Richtung umweltfreundliche Energieerzeugung setzen. Auf der neuen Überdachung des Parkdecks wurde eine leistungsfähigste Photovoltaik-Anlage von den STADTwerken Amstetten errichtet und in Betrieb genommen.

„Für unsere Unternehmenssäule ‚Energiezukunft‘ ist die Inbetriebnahme einer Anlage mit 147,70 kWp Leistung ein weiterer besonderer Meilenstein“, freut sich Stadtwerke-Direktor Jürgen Hürner, der in Abstimmung mit der Stadtgemeinde Amstetten möglichst viele Gemeindedächer für die Stromgewinnung durch Sonnenenergie nutzbar machen möchte.

Der sukzessive Ausbau der Stromgewinnung durch erneuerbare Energieträger greift in der Stadt Amstetten gut: Im Vergleich zu 2019 wurden im Jahr 2020 rund 340.000 kWh durch die STADTwerke-eigenen Photovoltaik-Anlagen produziert. Dies entspricht einer Steigerung von 82% in nur einem Jahr. Mit der Inbetriebnahme der PV-Anlage auf dem Parkdeck beim Landesklinikum Amstetten wird wohl auch die Strombilanz 2021 höchsterfreulich werden.

Sonnenenergie am Vormarsch

Dass die Photovoltaik-Technologie nun endgültig in Amstetten angekommen ist, weiß der bei den Stadtwerken für erneuerbare Energien verantwortliche Christian Nagelhofer: „Es ist heute nichts Außergewöhnliches mehr, dass Unternehmen oder Privatpersonen eine PV-Anlage auf dem Dach errichtet haben. Wir bei den Stadtwerken nehmen eine verstärkte Nachfrage von Seiten der Privathaushalte wahr und errichten zunehmend ‚kleine Anlagen‘ für die Eigenheime der Bevölkerung. Außerdem sind Batteriespeichereinheiten wesentlich stärker nachgefragt als noch vor einigen Jahren. Der Kunde möchte Strom mittels Sonnenenergie selbst produzieren und den Überschuss für den Eigenbedarf speichern, anstatt ihn in das Stromnetz einzuspeisen. Mit Speichereinheiten hat man diese Möglichkeit und verfügt sogar in der Nacht quasi über Sonnenstrom.“

Für Finanzstadtrat Heinz Ettlinger ist der sukzessive Ausbau von PV-Anlagen auf den Dächern jener Gebäude, die im Besitz der Stadtgemeinde sind, ein gutes Investment: „Der Umbau des Energiesystems wird stark gefördert und gibt uns Investitions- und Planungssicherheit in der Umsetzung dieser Projekte. Die benötigte Leitungs- und Speicherinfrastruktur wird laufend ausgebaut. Das gibt auch unseren regionalen Unternehmen vollkommene Sicherheit bei der Berechnung der Wirtschaftlichkeit solcher zukunftsorientierter Umweltprojekte. Das Interesse an schadstofffreien Energieproduktionen ist sowohl bei Wirtschaftstreibenden als auch bei Privatpersonen hervorragend.“

Und eben diese Investitionsfreudigkeit in umweltfreundliche Technologie freut Vize-Bürgermeister Dominic Hörlezeder besonders: „Die Politik und Verwaltung arbeitet stetig daran, die notwendigen Rahmenbedingungen und Handlungsanreize für den Umstieg von fossilen auf regenerative Energieträger zu schaffen. Bis 2050 könnte das gesamte Energiesystem in Österreich größtenteils dekarbonisiert werden. Hierzu ist es wichtig, die Genehmigungsverfahren bestmöglich zu entbürokratisieren und Investitionen in Erzeugungs- und Speicherungsanlagen zu ermöglichen. Denn der Schlüssel dürfte nicht in höherer Energieproduktion liegen, sondern darinnen, den Energiebedarf durch Effizienzmaßnahmen hinreichend zu reduzieren, während die Leistungsfähigkeit bleibt. Die ‚mission2030‘ genannte österreichische Klima- und Energiestrategie sieht vor, dass Wirtschaftswachstum und Umweltschutz Hand in Hand gehen sollen. Sauberes Wachstum ist somit keine Option, sondern eine Notwendigkeit.“

Foto: © 2021 Stadtwerke Amstetten, Michael Permoser