Rote Kreuz NÖ: Über 18.000 Freiwillige

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Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Rot Kreuz-Präsident Josef Schmoll und Landesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig

„In Niederösterreich haben sich im Vorjahr über 18.000 Menschen beim Roten Kreuz freiwillig engagiert und jede einzelne Freiwillige ist im Durchschnitt 30 Minuten pro Tag, drei Stunden pro Woche und 153 Stunden im Jahr im Einsatz gewesen“, informierte am heutigen Montag Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Landesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig und Rot Kreuz-Präsident Josef Schmoll.

Das Rote Kreuz Niederösterreich sei damit ein wichtiger und zuverlässiger Partner „in unserer Sicherheitsfamilie“. Für die Landeshauptfrau ist diese Sicherheitsfamilie unverzichtbar in Ausnahme-Situationen und eine tragende Säule bei Krisen und Katastrophen. Das hätten auch die Einsätze nach den verheerenden Schneefällen in den vergangenen Tagen gezeigt.

„Ein gutes Signal“ für die Zukunft sei auch die Jugendarbeit des Roten Kreuzes, die es schafft, junge Menschen zu motivieren, so Mikl-Leitner. „Die Anzahl der Jugendlichen, die sich beim Roten Kreuz engagieren, ist im Jahr 2018 um 500 gestiegen.“ In Summe gebe es 125 Jugendgruppen mit 4.275 Teilnehmern.

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Rot Kreuz-Präsident Josef Schmoll und Landesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig mit Mitarbeitern des Roten Kreuzes NÖ

Die Landeshauptfrau verwies auch auf die „gute und enge Partnerschaft“ zwischen Land Niederösterreich und Roten Kreuz, die vieles ermöglicht habe und selbstverständlich fortgesetzt werde. In Münchendorf im Bezirk Mödling werde gerade ein neues Logistikzentrum für Großunfälle und Katastrophenhilfe fertiggestellt. Gemeinsam mit dem bestehenden Logistikzentrum in Tulln sei man noch „flexibler und schlagfertiger“ und für den Ernstfall gerüstet. Mikl-Leitner: „Die 1,6 Millionen Euro, die das Land für die beiden Logistikzentren in die Hand genommen hat, sind gut investiertes Geld.“

Landesrätin Königsberger-Ludwig meinte, ein „ordentlicher Rettungsdienst“ sei keine Selbstverständlichkeit. Das Rote Kreuz stehe für „professionelle Hilfe“ und optimale Versorgung, bei den sozialen Diensten erreiche man 145.000 Menschen. Um eine optimale und flächendeckende Versorgung gewährleisten zu können, verfüge das Rote Kreuz in Niederösterreich über 137 Standorte, so die Landesrätin. „Darüber hinaus sind 669 Rettungsfahrzeuge in Niederösterreich im Einsatz.“ Hinter all den beeindruckenden Zahlen des Roten Kreuzes stünden Menschen, die sich unermüdlich für andere einsetzen, betonte Königsberger-Ludwig.

Präsident Schmoll sagte, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Roten Kreuzes stünden vor allem für „Schnelligkeit und Professionalität“. Habe man im Jahr 2017 im Rettungsdienst 2.250 Patientinnen und Patienten pro Tag betreut, seien es im Vorjahr bereits 2.375 pro Tag gewesen. Wichtig sei auch, dass bei Einsätzen vor Ort eine Person die Koordination übernehme. Neben der Armutsbekämpfung und Leseförderung sei die Demenzbegleitung ein weiterer Schwerpunkt des Roten Kreuzes, sagte Schmoll. Basis aller Angebote sei ein starkes Freiwilligenwesen. Umso wichtiger sei es, die Freiwilligenarbeit zu attraktivieren und dafür zu sorgen, dass die mehr als 130 Dienststellen des Roten Kreuzes in Niederösterreich besetzt sind.

Fotos: NLK Filzwieser