Karl Fritthum (Leiter des Präsidialen Bereiches der Bildungsdirektion), Bildungs-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister, Bildungsdirektor Johann Heuras, Doris Wagner (Leiterin des Pädagogischen Bereiches der Bildungsdirektion) Foto: © NLK Burchhart

Die Volksschuleinschreibungen in Niederösterreich haben diese Woche begonnen und sind in den nächsten drei Wochen abgeschlossen. „Derzeit erwartet Niederösterreich rund 16.000 Taferlklassler zur Schuleinschreibung“, erklären Bildungs-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister und Bildungsdirektor Johann Heuras. Den jeweils exakten Zeitraum für die Schuleinschreibungen legen die jeweiligen Volks- und Allgemeinen Sonderschulen selbst fest.

Bei der Einschreibung wird in erster Linie darauf geachtet, dass die künftigen Volkschulkinder die sogenannte „Schulreife“ haben, um später auch dem Unterricht folgen zu können. Die Kriterien dafür sind in einer Verordnung des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Forschung, festgelegt. Darüber hinaus wird in Niederösterreich im letzten verpflichtenden Kindergartenjahr für jedes Kind eine eigene Übergangsportfolio-Mappe erstellt, die die Eltern der Volksschule für einen verbesserten Informationstransfer zu Beginn der Schule zur Verfügung stellen können. Für jedes Kind werden dabei ab Eintritt in den Kindergarten Entwicklungsprozesse, Kompetenzen, Stärken, Interessen und Begabungen dokumentiert.

Ab dem nächsten Schuljahr sind seitens des Bundes bei der Einschreibung Änderungen geplant: Die Einschreibung soll nach einem eigenen Screening bundesweit einheitlich geregelt werden. Sechs Volksschulen in Niederösterreich sind derzeit Pilotschulen für die Neuerungen auf Bundesebene. Niederösterreich hat aber mit Nachdruck darauf hingewiesen, dass dafür unbedingt die bewährten Aufnahmeprozesse Eingang in die neue Regelung finden müssen. Dies betrifft vor allem die Portfoliomethode, die bereits seit 2012 in den mehr als 1.050 NÖ Landeskindergärten angewandt wird. Das Übergangsportfolio trägt dazu bei, dass Lehrerinnen und Lehrern individuelle Interessen, Bedürfnisse, Begabungen der Kinder im Unterricht besser berücksichtigen können.

„Niederösterreich nimmt beim Übergang vom Kindergarten in die Volksschule eine Vorreiterrolle ein, da eine gute und aktiv gelebte Zusammenarbeit zwischen KindergartenpädagogInnen und VolksschullehrerInnen bei uns bereits seit Jahren praktiziert wird“, erklärt Landesrätin Teschl-Hofmeister abschließend.

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